Ich habe vor im Sommer 2007 eine Trekkingtour durch Norwegen zu machen. Das heißt, nicht durch ganz Norwegen sondern durch ein schönes Wandergebiet. Nun habe ich mich schon etwas auf http://www.etojm.com und beim DNT eingelesen aber so richtig weiß ich noch nicht wo es hingehen soll.
Was mir vorschwebt ist eine relativ abwechslungsreiche Gegend - Berge bzw. Hocheben aber auch mal grüne Täler mit Wasserfällen . In welchem Gebiet ist man denn da am besten aufgehoben?
Vielleicht noch ein paar grobe Infos zur Reise: Anreise soll mit Flugzeug und Bahn erfolgen. Reisedauer ca. 2 - 3 Wochen. Übernachtet wird in Hütten.
Für Tipps und Entscheidungshilfen wäre ich euch sehr dankbar!
Hei,
ich persönlich bevorzuge den Westteil der Hardangervidda. Die vidda ist zwar ein Hochplateau, im westteil aber sehr bergig und abwechslungsreich. Außerdem tolle hütten. Anreise via Oslo, Bergen, Stavanger. Dann mit dem Zug (Bergenbahn) bis rauf in die Vidda oder mit dem Bus.
Die anderen Nationalparks sind mit Sicherheit auch reizvoll....allles Geschmackssache.
Gut beschrieben ist die Vidda mit 2 Tourenvorschlägen im Buch "Hardangervidda" aus der "Outdoorr" - Reihe. Landschaft, Hütten, Verhalten, Geschichte und eben 2 Mehrtagestouren, die man aber auch beliebig ausweiten kann.
Außerdem Infos über DNT usw. auf der "deutschen" DNT-Seite bei http://www.huettenwandern.de. Dort kannst du auch Infomat. über alle Nationalparks bestellen.
In 2-3 Wochen schaffst Du ja ziemlich viel. Eine tolle Strecke, die Deine Anforderungen erfüllt, aber nur 3-4 Tage dauert, ist die Tour von Finse durch das Aurlandsdalen (auf etojm.com unter Skarvheimen zu finden), und dann am besten über Raggsteindalen, weil die Strecke Finse-Raggsteindalen so toll ist. Damit ist man dann schon bei 4-5 Tagen.
Eine andere Ecke wäre Westjotunheimen mit Start in Øvre Ådal bzw. Hjelle und dann über Vetti, evt. Stølsmaradalen (anspruxchsvoll) nach Skogadalsbøen und weiter nord- und später westwärts in Richtung breheimen. Auf der Tour kann man schon locker 2 Wochen rumkriegen. Breheimen ist sehr variiert und wenig begangen, aber auch schon anspruchsvoller. Schluss der Tour könnte dann z.B. Sota Sæter oder Grotli/Pollfoss sein (mit Busverbindung, was auch Årdal hat).
Hei ihr beiden! Vielen Dank für eure Tipps! Die deutsche Seite vom DNZ hatte ich auch schon mal offen aber irgendwie nicht bei den Favoriten abgesichert. Jetzt ist sie es
@Julia
Das Auerlandsdalen ist ein super Tipp. Die Bilder von sind ja herrlich! So in etwa hatte ich mir das vorgestellt! Ich werde mir mal die Tourbeschreibungen ausdrucken - hab ich heute abend wieder was zu tun
Man kann natürlich sehr gut die Westvidda wandern und dann weiter nach Finse laufen und mit dem Aurlandsdalen abschliessen, fällt mir gerade noch ein. Dann kriegt man auch 2-3 Wochen zusammen. Start Rauland oder Haukeliseter und dann nord(ost)wärts bis Vassbygdi. An- und Abreise per Bus ab Oslo.
Puuh ich glaube ich brauche erstmal ne gute Übersichtskarte von Norge um zu gucken wo lles liegt.
Was ich auch gerade überlege: die Essenspreise in den bewirtschafteten Hütten sind ja relativ hoch (wenn ich das mit dem Vergleiche was ich hier für essen ausgebe). Wahrscheinlich kommt man um einiges günstiger wenn man eigenes Essen mitbringt. Problem dabei: das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken. Eieiei da gibt es wirklich noch viel zu planen und nachzulesen...
Hei,
wir haben Menschen getroffen, die haben jedes Gramm Proviant verflucht das sie durch die Wildnis getragen haben. Lieber den Urlaub 3 Tage kürzer und dafür in den Hütten einkaufen. Ich habe da auch schon Lehrgeld gezahlt.
Prima sind die unbedienten Hütten. Dort gibt es einen mit Lebensmitteln vollgestopften Raum. Dort nimmt man sich was man braucht und schmeißt das Geld nach ausgehängter Preisliste in einen Briefkasten. Auf den bewirtschafteten Hütten kannst / darfst du dir in der Regel nichts selber kochen....die sind aber mal ne nette abwechslung denn nach so einem Wandertag mal ein warmes Dreigängemenue.....hmmmm
Ab Haukeliseter durch die Vidda ist echt Klasse....sehr empfehlenswert!!!
fcelch hat geschrieben:Prima sind die unbedienten Hütten. Dort gibt es einen mit Lebensmitteln vollgestopften Raum.
Ist das echt in allen unbewirtschafteten Hütten in der Viddaregion der Fall? Ich kenne nur die unbewirtschafteten Hütten im Norden (Saltfjell, Nordkalottleden) und da wäre man eigentlich verhungert, wenn man sich nicht selbst was mitgenommen hat. Hin und wieder war mal ein halbes Päckchen Nudeln, angebrochene Käsetuben oder Salz und andere Gewürze zu finden, das war's dann auch schon. Denke mal, von offizieller Seite her gibt's da oben keine Lebensmittel in den Hütten.
fcelch hat geschrieben:Prima sind die unbedienten Hütten. Dort gibt es einen mit Lebensmitteln vollgestopften Raum. Dort nimmt man sich was man braucht und schmeißt das Geld nach ausgehängter Preisliste in einen Briefkasten.
Du meinst Selbstbedienungshütten.
Es gibt bediente Hütten (bewirtschaftet), Selbstbedienungshütten(mit Vorratskammer) und unbediente Hütten (mit gar nichts ausser Gaskocher, Holzofen und Matratzen). Unbediente Hütten haben keine Speisekammer.
Es ist also ggf. wichtig, auf der DNT-Seite (http://www.turistforeningen.no) zu checken, um was für Hütten es sich jeweils handelt.
Ich liebe es alles mitzuschleppen und so vøllig unabhångig zu sein ...
Nehme aber auch max. eine Huette bei 7 Tagen, ansonsten das Zelt !
Ausserdem spare ich mir die (berechtigt) hohen Presise in den Huetten fuer Lebensmittel ...
Wie gesagt, reine Geschmackssache ! Die norw. Huetten sind an Gemuetlichkeit nicht zu uebertreffen !
Wie wårs mit dem Dovrefjell ? In Kongsvoll aussteigen und dann bis Aursjøhytta ! Schøne Tour, weniger begangen als Vidda und Jotun ...
ich bringe mal eine andere Region ins Spiel. Ist Nordnorwegen für Dich auch in Ordnung, oder ist diese Anfahrt schon zuweit und dauert zulang.
Sollte weiteres Interesse besehen, dann gehe ich gern ins Detail.
Mittel - und Nordnorwegen haben eine Reihe sehr schöner Wandergebiete und Nationalparke. In der Region zw. Fauske/Bodö und dem schwedischen Kiruna gibt es ein sehr großes Wandergebiet, mit einem dichten Hüttennetz und jeder Art von Landschaft.
Hochgebirge, grüne Täler, Hochebenen wilde Fluss- und Deltalandschaften.
Auch mal Schnee im Sommer.
Ein Tag Urlaub, der nicht in Skandinavien verbracht wird, ist ein verlorener Tag. Das Fjell, die Menschen sowie allgemein das Leben in Norwegen und Schweden verzaubern meine Sinne immer wieder. Bitte erlöst mich nicht!
fcelch hat geschrieben:Prima sind die unbedienten Hütten. Dort gibt es einen mit Lebensmitteln vollgestopften Raum. Dort nimmt man sich was man braucht und schmeißt das Geld nach ausgehängter Preisliste in einen Briefkasten.
Du meinst Selbstbedienungshütten.
Es gibt bediente Hütten (bewirtschaftet), Selbstbedienungshütten(mit Vorratskammer) und unbediente Hütten (mit gar nichts ausser Gaskocher, Holzofen und Matratzen). Unbediente Hütten haben keine Speisekammer.
Es ist also ggf. wichtig, auf der DNT-Seite (http://www.turistforeningen.no) zu checken, um was für Hütten es sich jeweils handelt.
Das ist wohl eine Definitionsfrage, ich habe es immer so gesehen:
1. bewirtschaftete Hütte
2. unbediente Hütte (= selbstbedienen aus der Vorratskammer)
3. unbewirtschaftete Hütte (gar nix da)
.....aber es sollte ja nun geklärt sein.
In Kategorie 2 habe ich bisher immer ausreichend Lebensmittel gefunden. Total vollgestopft die Kammer.
fcelch hat geschrieben:Das ist wohl eine Definitionsfrage, ich habe es immer so gesehen:
1. bewirtschaftete Hütte
2. unbediente Hütte (= selbstbedienen aus der Vorratskammer)
3. unbewirtschaftete Hütte (gar nix da)
Keine Definitionsfrage, sondern einfache eine Übersetzung von betjent, selvbetjent und ubetjent, so wie es beim DNT heisst. Selbstbedienung ist ja auch eine Form von Bedienung, und die Lebensmittel laufen ja nicht in die Hütten, sondern müssen dorthin gebracht werden. DNT verwendet self serviced als den englischen Begriff, und ich halte mich an deren Terminologie, da es ja deren Hütten sind.
fcelch hat geschrieben:In Kategorie 2 habe ich bisher immer ausreichend Lebensmittel gefunden. Total vollgestopft die Kammer.
Ich auch, aber vieles ist sehr alt, d.h. vom Verbrauchsdatum her teils lange abgelaufen.
Julia hat geschrieben:
Keine Definitionsfrage, sondern einfache eine Übersetzung von betjent, selvbetjent und ubetjent, so wie es beim DNT heisst. Selbstbedienung ist ja auch eine Form von Bedienung, und die Lebensmittel laufen ja nicht in die Hütten, sondern müssen dorthin gebracht werden. DNT verwendet self serviced als den englischen Begriff, und ich halte mich an deren Terminologie, da es ja deren Hütten sind.
Naja, wenn man alles so eins zu eins von einer Fremdsprache ins deutsche übersetzt kann man aber auch ganz schön ins straucheln kommen!
....aber von mir aus auch so! Hier passt es ja.
Ich finde die norwegische Sprache im übrigen als recht einfach und daher angenehm und leicht verständlich. Irgendwie logisch das der Sehhilfenverkäufer nicht Optiker sondern "Briller" bzw. dessen Kollege "Kontaktlinser" heisst. (Ich hoffe das ist richtig so, habe ich irgendwo in Oslo mal gelesen...).
hei. gehst du von kautokeino nach reisanationalpark hast du erst fette hochebene, dann seen und dann schluchten mit dem reisaelva.Wasserfälle ohne ende und frisches gruen gibts gratis. Mueckenfrei anfang juni. Dauert 1 woche, man kann sich aber vieeeel mehr zeit lassen.