Grundsätzliches

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Björn-Einar
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Björn-Einar »

trolljenta hat geschrieben: Dort findet man dann unter dem Punkt "Rett og plikt til opplæring i norsk og samfunnskunnskap" (ihr lest richtig, da geht es um das recht recht und die PFLICHT norwegisch zu lernen!)

Opplæring i norsk og samfunnskunnskap for innvandrere er lovfestet fra 1. september 2005. Opplæring skal styrke innvandreres muligheter til å kunne delta aktivt i arbeids- og samfunnslivet.

Norsk er viktig for å kunne forstå og bli forstått, for å få jobb, utdanning og for å kunne delta i samfunnet.

Wie man auf dieser Seite übringens auch nachlesen kann ist es schon Gesetz das wer eine bosettingstilatelse oder die Staatbürgeschaft beantragen will, entweder 300 Stunden norwegischkurs oder eben ausreichende Sprachfertigkeiten nachweisen muss. Das gilt für alle die ihre erste aufenthaltserlaubnis nach dem 1.9.05 bekommen haben. Ab 2008 gibt es dann keine übergangsregelen und ALLE müssen beim Antrag auf Staatsbürgerschaft nachweisen das sie norwegisch kønnen!
Ich sehe das mit dem norwegisch zwar nicht ganz so dogmatisch und verkrampft, aber mit norwegischkenntnissen hat man es viel leichter, ohne schwerer. Desdshalb ist norwegisch lernen eine logische schlussfolgerung fur mich.
ABER, was ich typisch norwegisch (sprich unlogisch, nicht dem logischen selbstverständniss entsprechend) finde, ist das die sprachkurse seit einer ganzen weile nur noch fuer nicht eu-ausländer wie beispielsweise amerikaner oder asylanten kostenlos sind. Alle anderen muessen zahlen. Und das deftig! Das war 2000 als ich herkam nicht so.
Wenn dieses land wirklich interesse an integration und ordentlichen sprachkenntnissen hat, sollte es es sich auch leisten können dieses "privileg" fuer alle gelten zu lassen. Norwegen wird dadurch nicht verarmen und kann nur gewinnen. Hier bei uns habe ich noch dazu gehört das man so gut wie keine möglichkeit hat einen freien platz zun bekommen. Und wenn, dann dagtid. Schlecht fuer die meisten berufstätigen.
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Björn-Einar »

Reddick hat geschrieben: Wir (die Deutschen auf der ganzen Welt) sollten endlich begreifen, dass wir für andere NUR Deutsche sind. Kein Süd-, Ost-, Nord- oder Westdeutscher.
Und andere reagieren auch mit sehr viel Un- und Missverständnis, wenn wir unseren eigenen Landsleute verunglimpfen.
Wenn wir schon als Nation nicht zusammenhalten können, was sind wir denn dann noch für das Ausland wert? Welches Vertrauen genießen wir dann noch? << Diese Fragen wurden mir des Öfteren von Norwegern gestellt!!
Habt Ihr schon mal von einer anderen Nation solche Hetzkampagnen für ihr eigenes Volk gehört? Ich glaube kaum...
Du hast es exact auf den punkt gebracht :!: :!: :!:
Gerade im Ausland ist dieses antiquierte auseinander dividieren( nach ueber 15 jahren) einfach nur lächerlich und peinlich.
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von trolljenta »

oki, dann misch ich auch mal wieder mit 8)

es ist ein Fakt das gerade in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen auf der Suche nach Arbeit nach Norwegen kommen.
Das kann dann schon als Schwemme bezeichnet werden, wobei diese äusserung in sich ja noch wirkllich nichts negatives Enthält.

Das bei diesen Menschen eine grosse Anzahl Handwerker dabei ist, ist ebenfalls unbestritten. Das hängt zum einen halt damit zusammen das Norwegen dringend Handwerker braucht und Deutschland viel zu viele davon hat.

Das die Arbeitslosigkeit in Deutschland hoch ist, ist ein Fakt über den man sich wohl nicht streiten kann, wie auch nicht über die Tatsache das die Arbeitslosenzahlen in den østlichen Bundesländern deutlich høher sind.

Ergo kommen halt auch verstärkt aus dem Osten Deutschlands Leute nach Norwegen. Das ist auch nur eine Feststellung ohne jeglichen negativen Unterton. Es gibt trotzdem auch viele Leute aus dem Westen die a) auch Handwerker sein kønnen , b) auch arbeitslos sein kønnen und c) auch nach Norwegen ziehen. Auch das ist eine Wertfreie Feststellung.

Das nun mal auch viele Leute hier her kommen ohne sich über das Thema integration Gedanken zu machen, das Leute hier her kommen und es eben nicht für nøtig halten die Sprache zu lernen und das Leute hier her kommen die meinen sie kønnten hier alles so machen wie zu Hause und sich tierisch darüber aufregen das hier viele Dinge anders laufen - auch das sind (traurige) Fakten! Die aber alle NICHTS mit Ossi oder Wessi sein zu tun haben.

Nur ist es halt so das vermutlich aufgrund der Umstände (hohe Arbeitslosigkeit) eben zur Zeit mehr Ostdeutsche wie Westdeutsche hier aufschlagen! Das in sich sagt aber NICHTS über den integrationswillen der betreffenden Personen aus.

@reddick
ich hab schon das Gefühl du versuchst oter hier einen Schuh anzuziehen der ihm weder gehørt noch passt. Nur mal so als kleiner einwurf.

und nur mal nebenbei, dieses ganze ossi wessi geschwafel ist doch echt für die Wurst!! Ausserdem geht es hier auch NULL darum ob jemand Ossi oder Wessi ist sondern diese Diskussion geht um das Leben und die Integration in Norwegen und da ist es VØLLIG egal WO man her kommt!

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Re: Grundsätzliches

Beitrag von oter »

Björn-Einar hat geschrieben: Du hast es exact auf den punkt gebracht :!: :!: :!:
Gerade im Ausland ist dieses antiquierte auseinander dividieren( nach ueber 15 jahren) einfach nur lächerlich und peinlich.
Ich stimme dem ja auch zu. Aber wie gesagt, nach MEINER PERSÖNLICHEN Erfahrung wird die Diskussion vor allem von den Ostdeutschen geführt... Ich habe es ja bereits angedeutet: Ich war völlig unbelastet bis ich 1995 völlig unvorbereitet mit dem Thema konfrontiert wurde: Beim ersten Besuch bei meiner Lebensgefährtin zuhause wurde ich von ihren Eltern mit folgendem Satz empfangen: "Wir hoffen dass wenigstens Ihr und Eure Generation die Grenze in unseren Köpfen überwinden könnt". Na bravo, herzlich willkommen. Ich war 15, bei der Wende 10. Ich hatte nie eine Grenze im Kopf. Aber seit meinem ersten Besuch in den neuen Ländern weiß ich dass es eine gibt. Schade.

Ich gebe zu: Vielleicht hatte ich wirklich nur Pech...
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Grønn Demon »

Björn-Einar hat geschrieben:Wenn dieses land wirklich interesse an integration und ordentlichen sprachkenntnissen hat, sollte es es sich auch leisten können dieses "privileg" fuer alle gelten zu lassen.
Du verdrehst da, wessen Pflicht die Integration ist (schrieb ich das nicht schon?).

"Also, wenn ich in ein arabisches Land reise, können die mich doch nicht einfach einsperren, nur weil ich mit einem Minirock einreise! Da müssen die mir schon einen Benimm-Kurs geben!"

Nee, Pustekuchen.

Asylanten sind ja nicht zum Spaß da, da finde ich es schon richtig, dass man die Kurse gratis gibt, sonst fallen sie dem Land ja noch mehr zur Last.
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von trolljenta »

Björn-Einar hat geschrieben: Ich sehe das mit dem norwegisch zwar nicht ganz so dogmatisch und verkrampft, aber mit norwegischkenntnissen hat man es viel leichter, ohne schwerer. Desdshalb ist norwegisch lernen eine logische schlussfolgerung fur mich.
ABER, was ich typisch norwegisch (sprich unlogisch, nicht dem logischen selbstverständniss entsprechend) finde, ist das die sprachkurse seit einer ganzen weile nur noch fuer nicht eu-ausländer wie beispielsweise amerikaner oder asylanten kostenlos sind. Alle anderen muessen zahlen. Und das deftig! Das war 2000 als ich herkam nicht so.
Wenn dieses land wirklich interesse an integration und ordentlichen sprachkenntnissen hat, sollte es es sich auch leisten können dieses "privileg" fuer alle gelten zu lassen. Norwegen wird dadurch nicht verarmen und kann nur gewinnen. Hier bei uns habe ich noch dazu gehört das man so gut wie keine möglichkeit hat einen freien platz zun bekommen. Und wenn, dann dagtid. Schlecht fuer die meisten berufstätigen.
ich hatte in einem anderen posting in diesem Thread glaube ich schon mal geschrieben das auf norwegischer Seite da definitiv noch einiges an verbesserungen anzubringen wäre, was das Thema integration angeht. Aber ich denke von der Sache her und vom Grundgedanken wird da schon der (nach meiner Meinung nach) richtige Weg eingeschlagen.

Du sagst, norwegisch lernen war eine logische Schlussfolgerung für dich. Das ist es ja für viele, wenn nicht sogar für die meisten Leute. Das Problem sind aber eben genau DIE Leute die das eben nicht als logische Schlussfolgerung haben. Für mich ist es ehr sogar vøllig unverständlich wie man diese logische Schlussfolgerung NICHT haben kann.

Das die Kurse oft lange Wartelisten haben und zudem auch noch oft zu ungünstigen Zeiten sind, ist definitiv ein Problem. Aber ich weiss von einigen Fällen wo die Leute vom Arbeitgeber für den Unterricht freigestellt wurden, so das sie auch Tagsüber hin gehen konnten. Das ist zwar nicht die optimale Løsung, aber besser wie gar nicht die møglichkeit zu haben einen Kurs zu besuchen und letztendlich proffiert ja auch der Arbeitgeber davon wenn der Arbeitnehmer besser norwegisch kann.

Das die Kurse nicht mehr für alle kostenlos sind, finde ich auch ein grosses Minus. Aber das ist eben einer der Punkte wo ich sage, das kann ich nicht ändern und muss es einfach so hinnehmen. Aber die Tatsache das die Kurse was kosten entbindet die Leute die hier her kommen nicht von ihrer gesetzlich verankerten Pflicht die Sprache zu lernen.

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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Reddick »

Nein trolljenta, ich versuche niemandem einen Schuh anzuziehen. Liegt mir fern. Mir stießen nur einige Wortwahlen sauer auf. Nicht unbedingt, weil sie von oter kamen, sondern weil die Sprüche/Vorurteile nun schon über Jahre hinweg eine Basis finden. Ich kann’s einfach nicht mehr hören/lesen.
Geht mir so was von auf den Zeiger...
Und nein, Schwemme ist auch mit Deiner Definition für mich eine Diskreditierung. Kannst Du Dich an die "Rentnerschwemme" erinnern?
Ich sehe es in dem gleichen Zusammenhang. Ein unmöglicher Begriff!
(Nach dem Mauerfall hat auch niemand die Westdeutschen, die im Westen ausgemustert waren und in OD in Schlüsselpositionen gesetzt wurden, als Schwemme bezeichnet. Gehört sich einfach nicht.)
Ingo M
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Ingo M »

trolljenta hat geschrieben:
Das die Kurse nicht mehr für alle kostenlos sind, finde ich auch ein grosses Minus. Aber das ist eben einer der Punkte wo ich sage, das kann ich nicht ändern und muss es einfach so hinnehmen. Aber die Tatsache das die Kurse was kosten entbindet die Leute die hier her kommen nicht von ihrer gesetzlich verankerten Pflicht die Sprache zu lernen.

Trolljenta
Dass die Kurse nicht gratis sind, beruht wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit. Oder gibt's in D gratis Deutschkurse für Norweger?

Und noch ne Frage: Welche "gesetzlich verankerte" Pflicht, die Sprache zu lernen?! Die gibt es doch nur für Ausnahmefälle, also für die, die einen Antrag auf Niederlassung (bosetting) stellen. Und das betrifft die meisten Deutschen doch sowieso nicht.
Jeg glemte å signere!
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von trolljenta »

Grønn Demon hat geschrieben:
Björn-Einar hat geschrieben:Wenn dieses land wirklich interesse an integration und ordentlichen sprachkenntnissen hat, sollte es es sich auch leisten können dieses "privileg" fuer alle gelten zu lassen.
Du verdrehst da, wessen Pflicht die Integration ist (schrieb ich das nicht schon?).

"Also, wenn ich in ein arabisches Land reise, können die mich doch nicht einfach einsperren, nur weil ich mit einem Minirock einreise! Da müssen die mir schon einen Benimm-Kurs geben!"

Nee, Pustekuchen.

Asylanten sind ja nicht zum Spaß da, da finde ich es schon richtig, dass man die Kurse gratis gibt, sonst fallen sie dem Land ja noch mehr zur Last.
guter Denkansatz und gutes Beispiel! Von der Seite betrachtet muss ich dir da vollkommen recht geben.

Trotzdem ist es halt so das wenn Integration das Ziel ist, diese am besten umzusetzen ist wenn von staatlicher Seite die integrationsbedingungen auch so optimal wie møglich sind, und da denke ich schon gibt es noch verbesserungspotential.
Ich weiss halt auch von einigen Leuten die gerne den Sprachkurs machen würden, auch kein Problem damit haben das es was kostet. Nur stehen sie endlos lang auf irgendwelchen Wartelisten oder der Kurs ist zu sehr ungünstigen Zeiten. Da finde ich kønnte echt noch was verbessert werden.

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Re: Grundsätzliches

Beitrag von oter »

Reddick hat geschrieben: (Nach dem Mauerfall hat auch niemand die Westdeutschen, die im Westen ausgemustert waren und in OD in Schlüsselpositionen gesetzt wurden, als Schwemme bezeichnet. Gehört sich einfach nicht.)
Eine Frage sei mir noch gestattet: Warum führst Du hier jetzt eine Diskussion, die Du vorhin lauthals abgelehnt hast?
Reddick hat geschrieben:Wir (die Deutschen auf der ganzen Welt) sollten endlich begreifen, dass wir für andere NUR Deutsche sind. Kein Süd-, Ost-, Nord- oder Westdeutscher.
Und andere reagieren auch mit sehr viel Un- und Missverständnis, wenn wir unseren eigenen Landsleute verunglimpfen.
Wenn wir schon als Nation nicht zusammenhalten können, was sind wir denn dann noch für das Ausland wert? Welches Vertrauen genießen wir dann noch? << Diese Fragen wurden mir des Öfteren von Norwegern gestellt!!
Habt Ihr schon mal von einer anderen Nation solche Hetzkampagnen für ihr eigenes Volk gehört? Ich glaube kaum...
Aber abgesehen davon möchte ich Dir versichern, dass ich das Wort "Schwemme" ganz unbedarft benutzt habe um einen großen Zustrom von Zuwanderern zu versinnbildlichen. Keineswegs hatte ich einen Hintergedanken dabei und offen gesagt ist mir auch die Deine negative Definition so nicht geläufig. Aber jetzt Augen auf: Da DICH das offenbar verletzt hat, entschuldige ich mir bei Dir für die (unabsichtlich) unglückliche Wortwahl.
Zuletzt geändert von oter am Mo, 20. Feb 2006, 18:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von trolljenta »

Reddick hat geschrieben:Nein trolljenta, ich versuche niemandem einen Schuh anzuziehen. Liegt mir fern. Mir stießen nur einige Wortwahlen sauer auf. Nicht unbedingt, weil sie von oter kamen, sondern weil die Sprüche/Vorurteile nun schon über Jahre hinweg eine Basis finden. Ich kann’s einfach nicht mehr hören/lesen.
Geht mir so was von auf den Zeiger...
Und nein, Schwemme ist auch mit Deiner Definition für mich eine Diskreditierung. Kannst Du Dich an die "Rentnerschwemme" erinnern?
Ich sehe es in dem gleichen Zusammenhang. Ein unmöglicher Begriff!
(Nach dem Mauerfall hat auch niemand die Westdeutschen, die im Westen ausgemustert waren und in OD in Schlüsselpositionen gesetzt wurden, als Schwemme bezeichnet. Gehört sich einfach nicht.)
ok, du støsst dich an dem Wort Schwemme. Auch wenn es nicht negativ gemeint war. Aber dann gib mir doch bitte ein anderes Wort was den oben erwähnten zustand treffend beschreibt und keinen negativen beigeschmack hat.

Zu dem Ossi/Wessi gezanke... Das fand ich schon immer Banane. Dementsprechend überlese ich so was einfach generell, denn wie du selber gesagt hast, wir sind alle deutsche! Fertig!

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Re: Grundsätzliches

Beitrag von trolljenta »

Ingo M hat geschrieben: Und noch ne Frage: Welche "gesetzlich verankerte" Pflicht, die Sprache zu lernen?! Die gibt es doch nur für Ausnahmefälle, also für die, die einen Antrag auf Niederlassung (bosetting) stellen. Und das betrifft die meisten Deutschen doch sowieso nicht.
im grunde genommen fallen fast alle unter die Pflicht, nur die EU Bürger sind (noch) nicht verpflichtet.
Jedoch wenn man sich die Definition von Intergration laut Udi ansieht
Integrering handler om at alle skal ha de samme muligheter, rettigheter og plikter til deltakelse i det norske samfunn. Dette gjelder enten det er i arbeidslivet, skolen, i bomiljøet eller organisasjonslivet.
da ergibt sich von alleine das eben diese integration ohne Sprachkenntnisse nicht møglich ist, ergo man muss die Sprache lernen.

Bosetting beantragen vermutlich nicht so viele deutsche, aber die Staatbürgerschaft schon und da wird das ja nun ebenfalls gefordert.

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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Björn-Einar »

@Grönn Demon
Natuerlich gibt es moralisch und schon gar nicht rechtlich einen rechtsanspruch auf kostenlose sprachkurse.
Aber schon der alte eisenharte Bismarck wusste nicht nur mit der peitsche umzugehen sondern eben auch mit zuckerbrot. Der erfolg bestätigte ihn.
Fakt ist, es ist gut möglich das sich integrationsprobleme auch in norwegen entwickeln bzw. entwickeln könnten.
Eine radikale politik gegen diese Menschen anzustrengen wird norwegen nicht tun, den dann verliert es sein gesicht. Wer entwicklungshilfe weltmeister ist und auch sonst gern in der welt den samariter raushängen lässt wird unglaubwürdig wenn er daheim "no toleranz" fährt.
Ich bin der meinung das der richtige weg ist die leute zu motivieren. Nicht alles auf dem golden tablett zu servieren oder den Zucker in den allerwertesten blasen.
Aber wenn man weitgehenst möglichkeiten für eine erfolgreiche
Integration bietet, dann sind auch die in zugzwang die keinen bock haben.
Und die dürfen sich dann nicht ueber konsequenzen(kein arbeitsplatz usw.) beschweren.
Man kann, so wie du, auch selbstverständlichkeiten einfordern. Ich bin mir aber sicher das dass allein nicht zum erfolg führen wird.
Zuletzt geändert von Björn-Einar am Mo, 20. Feb 2006, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Reddick »

Also in meinen Psychologie-Semester hat mir unser Prof. eingeimpft, immer etwas positives zu sagen, auch wenn es noch so unangenehm ist, aus Respekt für eine Person, auch wenn man sie nicht mag.
Wie war das? Behandle ander genauso, wie Du behandelt werden willst. Oder so ähnlich :D
Wie wäre es damit: weiter steigende Zahlen beim Zuzug Einwanderungs- und Arbeitswilliger, verstärkt aus den östlichen Bundesländern...

:lol: :lol: :lol:
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Re: Grundsätzliches

Beitrag von Ingo M »

trolljenta hat geschrieben:
Ingo M hat geschrieben: Und noch ne Frage: Welche "gesetzlich verankerte" Pflicht, die Sprache zu lernen?! Die gibt es doch nur für Ausnahmefälle, also für die, die einen Antrag auf Niederlassung (bosetting) stellen. Und das betrifft die meisten Deutschen doch sowieso nicht.
im grunde genommen fallen fast alle unter die Pflicht, nur die EU Bürger sind (noch) nicht verpflichtet.
Jedoch wenn man sich die Definition von Intergration laut Udi ansieht
Integrering handler om at alle skal ha de samme muligheter, rettigheter og plikter til deltakelse i det norske samfunn. Dette gjelder enten det er i arbeidslivet, skolen, i bomiljøet eller organisasjonslivet.
da ergibt sich von alleine das eben diese integration ohne Sprachkenntnisse nicht møglich ist, ergo man muss die Sprache lernen.

Bosetting beantragen vermutlich nicht so viele deutsche, aber die Staatbürgerschaft schon und da wird das ja nun ebenfalls gefordert.

Trolljenta
Was du scheibst, sagt: Es gibt KEINE gesetzliche Pflicht für Deutsche, norwegisch zu lernen, wenn sie in Norwegen wohnen wollen. Von einem Grundsatz auf dem Homepage eines Direktorates bis zu einem evt. GEsetz ist es ja noch etwas entfernt.
Und wo hast du das "noch nicht" her? Ich kann mit nicht vorstellen, dass das kommt. Jedenfalls nicht für EU-Bürger.
Jeg glemte å signere!
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