Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

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Frøken Ur
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von Frøken Ur »

Hallo,
snøfille hat geschrieben:Und ist es nicht egal, ob arbeitslose Fachkräfte oder Dumpfbacken auswandern? Für beide ist auf dem Arbeitsmarkt kein Bedarf und beide liegen dem Staat auf der Tasche.
Eine ganz schön menschenverachtende Ansicht, die du da hast!
Die, für die deiner Meinung nach hier kein Bdarf ist, haben fast immer selbst gearbeitet und somit auch zum Unterhalt anderer und des "Staates" bzw. der "Gesellschaft" aktiv beigetragen. Da ist es nur legitim, dass sie ebenfalls Unterstützung bekommen, wenn sie selbst mal arbeitslos werden sollten.
Das mag alles hart klingen, aber das sind eben die Gesetze der Marktwirtschaft :( .
Nicht der Marktwirtschaft, sondern des Kapitalismus.
Komme jetzt nur noch einer und sage "der Starke gewinnt, der Schwache bleibt auf der Strecke", dann können wir noch über den Darwinismus diskutieren und landen garantiert irgendwann wieder bei dem Schnauzbärtigen :shock: :D
Björn-Einar
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von Björn-Einar »

snøfille hat geschrieben: Nun ja, die können ja auch nicht auswandern, weil sie sonst ihren Job verlieren und - zwar für immer! - und im Ausland keinen adäquaten Ersatz dafür finden.
Vor allem würden sie ihre pfründe verlieren.
snøfille hat geschrieben: Aber zu behaupten, dass Beamte und Politiker nur den Staatshaushalt belasten, ist auch ein wenig einseitig.
Alle erbringen eine Leistung.
Bei den Beamten muss man noch unterscheiden zwischen Verwaltung (ich denke wir sind uns alle einig, dass der deutsche Verwaltungsapparat viel zu sehr aufgebläht ist und unnötig hohe Kosten verursacht) und Sonstigen wie Polizisten, Lehrer, Richter, usw.
Die letztgenannte Gruppe leistet für die Gesellschaft wertvolle Dienste und es ist nur legitim, dass die Gesellschaft für diese Dienste bezahlt.
Politiker und beamte sind doch eigentlich dienstleister. Sie werden vom volk durch steuern bezahlt und sollten dafür adäquate leistung bringen die ihr gehalt rechtfertigt.
Natuerlich muss es menschen geben die das system bzw. "den apparat" am laufen halten. Und die, die dienstleister am volk sind, die sollen auch ordentlich bezahlt werden. So wie jeder, ob er nun werte schafft oder dienstleistungen.Nur, dieses system definiert sich ja auch sehr ueber leistung und angebot und nachfrage. Ich glaube das kaum jemand aller ernstens behaupten will das das gros der politiker und beamten nach dem leistungsprinzip besoldet bzw. begünstigt oder beser priviligiert wird. Das ist klassengesellschaft pur. Aber eben nicht auf marktwirtschaftlicher basis.
Wenn schon kapitalismus dann für alle!
snøfille hat geschrieben: dass diese Extras im Laufe der letzten Jahre zum Großteil gestrichen wurden?...)
Mir kommen die tränen. Trotzdem geht es den meisten sicher besser als dem großteil der angestellten in der freien wirtschaft
snøfille hat geschrieben: - dass Beamte der Willkür des Staates (ihres Arbeitgebers) ausgesetzt sind, was Bezahlung und Versorgung angeht?...)?
"normale" angestellte nicht?
snøfille hat geschrieben: - dass Beamte teilweise weniger Rechte haben als "normale" Arbeitnehmer (kein Streikrecht, Gebundenheit an Bund oder Bundesland, keine freie Arbeitplatzwahl, ...)?
dafür immer noch einen haufen privilegien besitzen und das wichtigste: existenzsicherheit, die einen langfristig planen und nachts schlafen lässt!
snøfille
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von snøfille »

Frøken Ur hat geschrieben:Eine ganz schön menschenverachtende Ansicht, die du da hast!
Es ist bestimmt menschenverachtend aber mit Sicherheit nicht meine Einstellung!
Ich denke nur, dass es leider traurige Realität ist!?


@ Björn-Einar

Bist du neidisch?
Der einzige Vorteil, den Beamte genießen, ist der sichere Job und die damit verbundene ruhige Nachtruhe. Genau dieser Umstand weckt Neid und Missgunst beim Rest der Bevölkerung. Dabei wird oft übersehen, dass viele Beamte einen verdammt harten Job machen! Also, Polizist möchte ich zum Beispiel nicht sein...
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trolljenta
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von trolljenta »

snøfille hat geschrieben:
@ Trolljenta

Natürlich sind auch einige dabei, die in D einen Job hatten. Ist das aber nicht doch eher die Minderheit?
nein, ich würde ehr sagen es ist die Mehrheit! Jedenfalls nach dem was ich so mitbekomme und das ist schon einiges. Es sind viele die aus Deutschland weg wollen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber ein recht hoher prozentsatz sind junge, gut ausgebildete Leute die einen Job haben! Ich denke, das es hauptsächlich Arbeitslose sind die halt aus Deutschland flüchten, das ist auch so ein Bild welches die Medien versuchen zu vermitteln. Allerdings entspricht dieses Bild nicht der Klientel die ich letztendlich in grosser Zahl in Norge vorfinde.

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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von trolljenta »

snøfille hat geschrieben:
Und schon mal drüber nachgedacht,
- dass diese Extras im Laufe der letzten Jahre zum Großteil gestrichen wurden?
- dass Beamte der Willkür des Staates (ihres Arbeitgebers) ausgesetzt sind, was Bezahlung und Versorgung angeht?
- dass Beamte teilweise weniger Rechte haben als "normale" Arbeitnehmer (kein Streikrecht, Gebundenheit an Bund oder Bundesland, keine freie Arbeitplatzwahl, ...)?
-nicht nur bei den Beamten wurden extras gestrichen, fast alle haben doch einbussen hinnehmen müssen. Und ich glaube, Beamte hat es da noch weniger getroffen wie Angestellte.

-dieser Willkür sind doch Angestellte in einem noch weit høhrem Ausmass ausgesetzt. Beamte haben was Bezahlung und Versorgung angeht doch eine ungeschlagen sichere Position im vergleich zum Angestsellten

-das Beamte so gar nicht mit zu bestimmen haben was den Arbeitsplatz angeht stimmt ja so auch nicht. Und das Streikrecht, das haben Angestellte zwar generell, aber wie viele machen davon gebrauch oder wagen es davon gebrauch zu machen?

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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von Björn-Einar »

[quote="snøfille]Bist du neidisch?[/quote]

Nee, wieso. Es gibt sicher viele gründe warum ich schon vor ner ziemlichen weile d verlassen wollte. Neid war sicher kein grund.
Neid ist etwas für kleingeistige spieser. Ich habe nur eben etwas dagegen, wenn wasser gepredigt wird und wein getrunken.Und wenn man sich in einem selbstverständnis, in meinen augen oft ungerechtferdigt auf kosten anderer (steuerzahler)bedient.

[quote="snøfille]Der einzige Vorteil, den Beamte genießen, ist der sichere Job und die damit verbundene ruhige Nachtruhe.[/quote]

nettop! mit welchem recht?

[quote="snøfille]Genau dieser Umstand weckt Neid und Missgunst beim Rest der Bevölkerung. Dabei wird oft übersehen, dass viele Beamte einen verdammt harten Job machen! Also, Polizist möchte ich zum Beispiel nicht sein...[/quote]

Ich weis nicht wie alt du bist oder wie du deinen lebensunterhalt verdienst.
Es geht doch im kern darum was die beamten/politikerklientel berechtigt fuer sie selbstverständliche privilegien ihr eigen zu nennen.
Ein stahlkocher,betonbauer, Kellner,eine verkäuferin im supermarkt arbeitet auch hart. Nur die unterligem halt dem leistungsprinzip. Was unter anderem heist das sich die gehaltserhöhung nicht nach dienstjahren richtet.
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von Frøken Ur »

hei,
das wichtigste: existenzsicherheit, die einen langfristig planen und nachts schlafen lässt!
Das quote ich noch einmal, denn das ist meiner Ansicht nach der Hauptgrund und auch gleichzeitig das Hauptübel: warum soll es dem "gemeinen Fussvolk" des modernen Feudalismus denn gut gehen? Arbeiten soll er, und möglichst mit 65 verr*****. Zahlen und abtreten ist angesagt. Bye bye. :winkewinke:
Und alles was an Belastungen dazu beiträgt ist willkommen. Dann fragt euch doch mal warum das so sein soll! Durch Arbeit lässt sich kein Geld verdienen. Nur Geld macht Geld! Genug davon :wink:
snøfille
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von snøfille »

Angestellte/Arbeiter sind durch Tarifverträge abgesichert.
Beamte nicht.

Angestellte/Arbeiter bekommen eine jährliche Gehaltserhöhung, je nachdem, wieviel die Gewerkschaften aushandeln.
Beamte nicht.
(Viele Angestellte werden ebenfalls nach Dauer der Anstellung bezahlt.)

Beamte werden nach Besoldungstabellen bezahlt. Jeder, der da mal einen Blick reinwirft, wird feststellen, dass die Besoldung wesentlich niedriger ist als allgemein angenommen.

Beamte waren von den Streichungen von Zusatzleistungen in den letzten Jahren wesentlich stärker betroffen als Angestellte/Arbeiter. Das kommt nur nicht so groß in der Presse, da eh jeder denkt, dass es da mal die richtigen trifft.

Ansonsten finde ich diese Diskussion fruchtlos. Alle die selber Beamte sind oder solche in der Familie haben, haben die eine Sicht, alle anderen eben die andere. Dass da viel Neid mit im Spiel ist, ist offensichtlich. Aber auch das ist unsinnig, da jedem frei steht, einen Beruf im Staatsdienst zu ergreifen.
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von trolljenta »

sowohl mein vater als auch mein Schwager sind Beamte, von daher bin ich da nicht ganz blond.

das alle angestellten jedes Jahr eine Gehaltserhøhung bekommen ist ein schøner Traum und immer hat mit sehr vielen unsicherheitsfaktoren verbunden. Die Beamten kønnen da doch deutlich ruhiger schlafen.

Was die Besoldung angeht, so kommt da netto zumeist immer noch mehr bei raus, wie ein Angestellter in vergleichbarer Position erhält.

Was streichungen angeht, so kann ich aus meiner Familie sagen das die Beamten in der Sippe deutlich besser abschnitten haben wie alle Angestellten, die deutlich grøssere und härtere Einbussen hatten.

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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von Frøken Ur »

Hallo,
snøfille hat geschrieben:Angestellte/Arbeiter bekommen eine jährliche Gehaltserhöhung, je nachdem, wieviel die Gewerkschaften aushandeln.
Beamte nicht.
Dir ist klar, wie die Gehaltserhöhungen finanziert werden? Da handelt ver.di mal 2% mehr aus, und im Gegenzug werden still und heimlich 10.000 Arbeitnehmer entlassen (bzw. die Fluktuation nicht mehr ausgeglichen). Wird nur gerne vergessen, denn die Mehrheit jubelt und preist dem Wohlgesang der Gewerkschaften. Zumindestens so lange, bis sie selbst bei den genannten dabei sind...
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von Frøken Ur »

trolljenta hat geschrieben:das alle angestellten jedes Jahr eine Gehaltserhøhung bekommen ist ein schøner Traum
Die Tarifverhandlungen und deren erzielter Gewinn verursacht Arbeitslosigkeit durch Personalabbau (Personalkosten sind der grösste Kostenfaktor in Dienstleistungsbetrieben!), und ich bin seit 17 Jahren im Job und habe seit mehr als 10 Jahren keine echte Erhöhung mehr bekommen. Muss dir da absolut zustimmen!
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von norwegenbus »

snøfille hat geschrieben:Angestellte/Arbeiter sind durch Tarifverträge abgesichert.
Man gut , dass es sich noch nicht bis zur dir rumgesprochen hat , dass viele Tarifverträge gekündigt sind ( z.B. BAT ) oder das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen ( z.B. AEG oder Conti )
snøfille hat geschrieben: Angestellte/Arbeiter bekommen eine jährliche Gehaltserhöhung, je nachdem, wieviel die Gewerkschaften aushandeln.
Aber selbstverstændich ! Nur beim øffentlichen Dienst funktioniert dass nicht - oder stellt die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld eine Erhoehung dar ??
Nettopp:Ikke i dag !
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von snøfille »

Nachdem Angestellte/Arbeiter und Beamte in Deutschland zur Genüge (und mit einigen Vorurteilen behaftet) verglichen wurden, würde mich jetzt interessieren, wie das eigentlich in Norwegen ist.

Ich nehme an, dort gibt es ebenfalls staatlich angestellte Arbeitskräfte. Wie ist das dort geregelt? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie?
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von lilletroll »

Hei,
also soweit ich weiss,giebt es hier zwar erhebliche Vorteile,wenn du in der Komune angestellt bist.Aber so einen uebertriebenen Beamtenstatus(Unkuendbarkeit u.s.w.)giebt es hier nicht.Hier hat man demzufolge auch nicht nicht so die Menge an Arroganz in den Amtsstuben und bei der Polizei wie es in Deutschland Gang und Gebe ist.
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Re: Auswanderer für Fernsehdokumentation gesucht

Beitrag von SUNDSVALL »

lilletroll hat geschrieben: also soweit ich weiss,giebt es hier zwar erhebliche Vorteile,wenn du in der Komune angestellt bist.
Interessant...
...und die da wären? In meiner langjährigen Tätigkeit bei verschiedenen norwegischen Kommunen (und andere staatliche Arbeitgeber) sind mir erhebliche Vorteile selten untergekommen. Außer vielleicht, daß man erheblich weniger verdient als bei vergleichbaren privaten Arbeitgebern, denn dann fallen auch weniger Steuern an :lol: ...
Hälsningär,
S.
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