SkandinavienTour 2015
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KaZi
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Re: SkandinavienTour 2015
Danke für die schöne Fortsetzung. Das Gaularfjell haben wir leider auch nur bei trübem Wetter erlebt. Aber der Fossestien ist schon eine Hausnummer. Uns hatte man auch abgeraten den oberen Teil zu gehen. Die Bodenverhältnisse waren in etwa die selben. 
Gruß Karsten
https://www.kazis-seite.de
"Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen und »SCHEISS GÖTTER!« zu rufen." (Terry Pratchett)
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"Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen und »SCHEISS GÖTTER!« zu rufen." (Terry Pratchett)
Re: SkandinavienTour 2015
Hallo und Guten Abend!
Ich war fleißig und präsentiere die vorletzte Fortsetzung:
Am nächsten Tag geht es vom Kjornes Camping an den Fjaerlandsfjord, in das erste norwegische Bücherdorf „de norske Bokbyen“.
Die erste Pause mit toller Aussicht auf den Fjord und den Ort haben wir am Rastplatz „Berge“, zwischen dem fast 7 km langen Frudalstunnelen und dem 2,5 km langen Bergstunnelen. Bis 1986 war Fjærland verkehrstechnisch isoliert und nur per Fähre erreichbar. 1986 konnte dann Walter Mondale, der von 1977 bis 1981 Vizepräsident der USA war und dessen Vorfahren aus Fjærland stammten, den Tunnel und die Straße nach Skei eröffnen, die Fjærland mit der nördlich gelegenen Region Jølster verbindet. 1994 wurde die Straße durch die zwei Tunnel nach Süden Richtung Sogndal verlängert.




Ein idyllischer Ort mit einer ganz ruhigen, angenehmen Atmosphäre und wirklicher Stille, ganz toll!








und jedes Gebäude, sei es ein Stall, eine kleine Hütte, die Fährstation, der Joker- Laden … ist von oben bis unten mit antiquarischen Büchern gefüllt. Für mich das Paradies, ich muss überall rein und stöbern!















Von Mundal aus hat man Sicht auf den Boyabreen, und da der Tag schon fast wieder um ist, schaffen wir nur noch den kurzen Weg an diesen Gletscher.









Wieder haben wir 2 mal Eisabbrüche gehört und gesehen und am Gletschersee war ein ganz deutlicher Temperaturrückgang zu spüren, echt beeindruckend!
Es geht zurück, wieder über den RV5 mit nochmaligem Stop am Rastplatz Berge,

und durch die beiden Tunnel, wo ich es das erste Mal schaffe, eines der Schilder zu fotografieren, die die Abstände zu den beiden Tunnelausfahrten anzeigen
!

Und noch ein Stop: am Vatnasete rasteplass. Ein großer Rastplatz mit einer 46 m langen Zeitachse auf dem Boden, die den Zeitraum von der letzten Eiszeit in Sogndalsdalen symbolisiert. Sie ist in Felder unterteilt, die die verschiedenen Epochen zeigen, bietet Infos über das Pflanzenwachstum, die Tiere, die Menschen, und die zukünftige Entwicklung, ergänzt mit Informationstafeln, alles sehr interessant.
Da wir ja nun mal wieder in der Gegend sind, machen wir am Tag danach nochmal die Fahrt über den RV55 (Sognefjellstrasse). Diesmal strahlende Sonne, aber die Temperatur geht von 16 auf 3 Grad runter, und aus dem grünen Wald wird wieder eine wunderschöne Schneelandschaft.
Zunächst geht die Fahrt entlang des und Gaupne – und Lustrafjorden.
Mit Blick auf den Feigefossen,

Stops an Rastplätzen und weiteren schönen Aussichten und auf den Mordølefossen,





gelangen wir wieder ins Fortundalen.

Gegenüber des Vassbakken Camping ein schöner Wasserfall, dessen Namen ich nicht herausgefunden habe.


Auf der Wiese an seinem Fuß grasende Rinder.


Dann geht es wieder hoch und diesmal wird es eine ganz andere, eine ganz entspannte Fahrt.





Der Aussichtspunkt Nedre Oscarshaug mit Blick auf das Hurrungane Gebirge ist weitgehend schneefrei, das Messfernrohr aber noch nicht installiert.


Ich gehe ein paar Schritte und habe einen weiten Blick über die Strassen. Rechts ist die 55, in der Bildmitte erkennt man schwach den Tindevegen.

und auch im Detail ist wieder viel zu entdecken:


Weitere Aussichtspunkte sind noch unter den Schneemassen begraben,



aber die Schneewände wirken jetzt bei weitem nicht so bedrohlich!

An der Sognefjellhytta stehen die einzig wahren Fortbewegungsmittel für den überwiegenden Teil des Jahres.

Drinnen schaue ich mich ein wenig um, gemütlich!


Dann kehren wir um und fahren zurück, haben eine eindrucksvollen Blick auf die freigefräste Strasse.

Die Nacht ist wunderbar klar, es wird nicht wirklich dunkel und du hast um Mitternacht einen rötlichen Schimmer am Himmel – traumhaft! (und das mit dem Blaustich bekomme ich auch irgendwann noch hin
)


Am Sonntagmorgen verlassen wir Sogndal bei durchwachsenem Wetter und nehmen die Fähre Fodnes – Manheller. Unser Gespann ist 10.02 m lang, auf allen anderen Fähren haben wir bisher für 8-10 m lange Fahrzeuge gezahlt, hier zahlen wir tatsächlich das erste Mal für 10 - 12 m Länge, und der Aufschlag beträgt direkt 130 Kronen mehr
!

Das Ziel ist heute Gudvangen am Aurlandsfjord, ein Nebenarm des Sognefjords. Von den ca.100 km fahren wir heute über 70 km durch Tunnel – einen nach dem anderen – in allen möglich Längen - 800m, 3km, 5km, 7km, 11km, usw. und auch durch den mit 24,5 km längsten Straßentunnel der Welt, den Laerdalstunnel.
Das wesentliche Merkmal dieses Tunnels sind – neben seiner enormen Länge – die insgesamt 3 Haltebuchten nach ca. 6, 12 und 18 km. Sie sind so groß, daß ein ganzer Sattelschlepper im Notfall in einem Zug wenden kann. Weitere Besonderheiten an diesem Tunnel sind die innovative Art der Beleuchtung sowie die absichtlich leicht kurvige Streckenführung, die die Fahrer vor Ermüdung schützen und die Konzentration fördern sollen, wodurch auch die Verkehrssicherheit erhöht wird. Innerhalb von nur 6 Jahren gebaut und im Jahr 2001 fertiggestellt, ist er mautfrei für alle Fahrzeugtypen zu befahren. Projektkosten im Jahr 2000: 120 Mill. Euro.
Sicherheit…? Sicherheitstechnisch würde der Lærdalstunnel wohl durch jeden ADAC-Test durchfallen…. Es gibt nur eine Tunnelröhre – also Gegenverkehr. Notausgänge Fehlanzeige: es gibt doch einen vorne und einen hinten. Die Beleuchtung in der Röhre ist für europäische Verhältnisse eher sporadisch… aber trotzdem, es ist ein gigantisches Erlebnis, hindurchzufahren, und die Verkehrsdichte ist ja in Norwegen nicht vergleichbar mit der in unseren Breiten…
Bei ca. 75 km/h sind wir gut 25 Minuten unterwegs und halten in 2 der 3 riesigen Hallen an, an der wir nicht angehalten haben, hatten wir beim Durchfahren das Gefühl, ein Nordlicht zu sehen.



Der Vang- Camping in Gudvangen befindet sich im 12 km langen und engen Narøyfjordtal, mit über 1000 m hohen steilen Felswänden und vielen, hohen Wasserfällen. Dort angekommen fühle ich mich etwas beklommen wegen der steilen Felsen und der Enge um uns herum. Ich gewöhne mich aber recht schnell daran, zumal es nach kurzer Zeit beginnt, aufzuklaren und ich immer nur staunend um mich blicken kann. Vom Platz und Wohnwagenfenster aus haben wir Sicht auf den Kjelfossen, du sitzt da, beobachtest ihn, und er verändert (je nach Wassermenge und Wind?) dauernd sein Aussehen - es ist unbeschreiblich.


Wir fahren am Nachmittag noch zur Stalheimskleiva mit dem "Stalheim Hotel ". Von dort aus hat man eine tolle Aussicht auf das Narøyfjordtal.


Stalheimskleiva ist der Name eines Straßenabschnitts, der sich vom Ende des Nærøydalen am Berghang hinauf nach Stalheim schlängelt. 1647 erhielt Stalheim die Rechte als sogenannter Posthof auf der königlichen Poststrecke Kopenhagen-Oslo-Begen. Der „Kongevegen“ führte früher durch das Tal und dann steil nach oben. 1842–1846 wurde die Straße, ganz ohne Hilfe schwerer Maschinen gebaut, in den 1930er Jahren für Kraftfahrzeuge weiter ausgebaut. Sie ist knapp 2km lang und überbrückt einen Höhenunterschied von 270 m in 14 Kurven. Die größte Steigung beträgt 1:5 oder 20 Prozent, was die Stalheimskleiva zu einem der steilsten Straßenabschnitte in Nordeuropa macht. Die Strecke ist seit einiger Zeit nur noch bergab befahrbar. Vor dem Ausbau der E16 mit Tunneln war dieser Weg die einzige und offizielle Streckenführung!
Es wäre oben vom Hotel aus auch möglich, eine kleine Wanderung (zur „Nali“) zu unternehmen, doch pünktlich, als wir losgehen, fängt es dort oben wieder an zu regnen... und weil der Weg teilweise nah am Abhang ist lassen wir es lieber sein... wir sind halt Schisser…

Zum Trost gibt es wieder Regenbogen.


Wir fahren runter und erleben die atemberaubende Serpentinenstraße,



machen Fotostops, um uns den Stalheimsfossen mit 126 Metern Fallhöhe anzusehen. Rechts neben dem Wasserfall die neue E16 mit der Tunneleinfahrt.



Unten angekommen sehen wir einen Parkplatz mit Informationstafeln und gehen von diesem aus zum Fuß des Wasserfalls, doch noch ein schöner Spaziergang heute.





Wir haben in der Wettervorhersage gesehen, dass am Dienstag das Wetter am beständigsten sein soll und daher für diesen Tag die Fahrt mit der Flamsbana geplant- die habe ich nämlich zum Geburtstag geschenkt bekommen!
Deswegen steht heute, am Montag, der Snøvegen, die Norwegische Landschaftsroute „Aurlandsfjellet“ auf dem Plan. Die Strecke hat eine Länge von 47 km und verläuft von Lærdalsøyri nach Aurlandsvangen über das Gebirge mit 1306 m ü.d.M. als höchstem Punkt. Die Straße ist im Winter gesperrt, wobei sich der Schnee auch noch bis in den Sommer hinein hält, deswegen der Name "Schneestraße“.
Auf dem Weg nach Aurland passieren wir „nur“ 2 Tunnel, (6 und 11 km lang) und kommen am Ort Flam vorbei.

Da ich diesen Hinweis gelesen hatte, ich glaube sogar hier im Forum: „ Wegen der vielen Kreuzfahrtschiffe sind die Abfahrten am Vormittag meist schnell ausverkauft. Daher rate ich das Ticket schon am Vortag zu kaufen, oder du solltest dich morgens deutlich vor dem o.g. Öffnungstermin am Schalter anstellen“, fahren wir in den Ort rein und kaufen schon mal die Fahrkarten.
Den Ort Flam entdecken wir dabei allerdings nicht, nur Souvenir- Shops, PKW – WoMo – und Bus Parkplätze, Futterbuden, eine Flaniermeile und Anlegestellen für Boote und Kreuzfahrtschiffe. Naja.
Wir kaufen Tickets, und zwar für die erste Abfahrt morgen früh um 7.30 Uhr, und klären auch direkt, ob Paco mit darf. Er darf, und der Schaffner wird im Zug klären, ob wir evtl. noch ein Kinderticket für ihn lösen müssen.
Im Hafen liegt inzwischen ein Kreuzfahrer vor Anker und mit sehr gemischten Gefühlen bestaunen wir das große Schiff im kleinen Fjord.

Bei der Weiterfahrt sehen wir, dass heute sogar zwei Schiffe da sind, beim zweiten werden die Passagiere gerade auf dem Fjord ausgetendert.

Aber erst mal weiter. Von Aurlandsvangen geht es in Serpentinen steil nach oben, mit Blick auf den Aurlandsfjord.




Als wir den Aussichtspunkt "Stegastein" erreichen, sind wir sind schon tief beeindruckt.Er befindet sich am Anfang des Aurlandsvegen und war seit jeher ein beliebter Aussichtspunkt. Bis 2006 war das Gebiet touristisch jedoch nicht erschlossen. Dies musste geändert werden. Es wurde daraufhin eine "leichte, dynamische, schwebende" Plattform aus Brettschichtholz gebaut. Diese bietet den Besuchern in 650 m Höhe über dem Fjord Zutritt zu einer 30 m ins Freie ragenden Rampe.



Die abgerundete Rampe wird von einer Plexiglasscheibe gesichert, die vollen Durchblick gewährt, eigentlich sicher, trotzdem nur was für schwindelfreie- aber die Aussicht!!!!!!!





Selbst aus dem Toilettenfenster…

Oberhalb des Parkplatzes führen Wege in den Wald.


Einfach nur toll, wir wollen gar nicht weiterfahren. Nun, nach einer geraumen Weile fahren wir denn doch weiter und was soll ich sagen - der Snøvegen macht seinem Namen alle Ehre!


Als die Schneewände immer höher werden, es immer diesiger wird und dann auch noch anfängt zu schneien, drehen wir um (zum Glück sind wir ohne Hänger unterwegs) und fahren zurück!

An die besonderen Rast- und Aussichtsplätze kommen wir eh nicht heran, sie sind noch genau so tief im Schnee begraben wie die Maste der Hochspannungsleitungen...

Der Gegensatz innerhalb kurzer Zeit kann kaum gravierender sein! Zwischen den beiden Tunneln biegen wir nämlich ab zum Ort Undredal, einem kleinen, aber sehr bekannten Ort am Aurlandsfjord und machen einen fast sommerlichen Spaziergang am Fjord- Wahnsinn!




Undredals Besonderheiten sind zum einen die Lage - bis 1988 war der Ort nur vom Fjord aus zu erreichen-, die Produktion eines landesweit gerühmten ZiegenKäse, und die Kirche von Undredal.
Eine der 28 Stabkirchen, die im Land erhalten sind und die kleinste Kirche in Skandinavien, die noch in Gebrauch ist. Sie hat Sitzplätze für nur 30 Personen. In der Dachkonstruktion über der Deckenverkleidung finden sich Einschnitte, die man guten Gewissens mit dem Jahre 1147 benennen kann.



Eingeschlossen von mehreren Berggipfeln war der Ort vom Fjord aus besiedelt worden, die Einwohner lebten von der Landwirtschaft und waren in ihrer Versorgung weitgehend autark - zum Einkaufen musste man einmal über den Aurlandsfjord, was erst mit Motorbooten zu einer annähernd entspannten Einkaufstour wurde...
Im Jahre 2005 lebten hier 90 Personen und 330 Ziegen. Heute ist Undredal im Sommer schnell einmal von Touristen überflutet, treffen zwei oder drei "Busladungen" Touristen zur gleichen Zeit ein und ein Sightseeing-Boot hält zudem gerade am Anleger an und lässt seine Gäste für einen kurzen Rundgang an Land, so wird es eng in den wenigen kleinen Straßen und der begrenzten Gastronomie am Ort.
Wir haben Glück, es ist recht leer heute, wir können einen entspannten Spaziergang machen und an der Kirche treffen wir noch andere Camper zu einem netten Smalltalk.








Am Ende decken wir uns noch mit kulinarischen Köstlichkeiten ein, Laerdalslaks und Ziegenkäse.
Die genießen wir am Abend, und dann müssen wir tatsächlich den Wecker für den nächsten Morgen stellen, wir wollen ja nicht die Flamsbana verpassen!
Davon erzähle ich dann im nächsten und letzten Teil.
Aber eins noch- auf dem Platz wird es abends ganz schön dunkel –wegen der steilen Berge ringsum!

Gute Nacht!
gudrun55
Ich war fleißig und präsentiere die vorletzte Fortsetzung:
Am nächsten Tag geht es vom Kjornes Camping an den Fjaerlandsfjord, in das erste norwegische Bücherdorf „de norske Bokbyen“.
Die erste Pause mit toller Aussicht auf den Fjord und den Ort haben wir am Rastplatz „Berge“, zwischen dem fast 7 km langen Frudalstunnelen und dem 2,5 km langen Bergstunnelen. Bis 1986 war Fjærland verkehrstechnisch isoliert und nur per Fähre erreichbar. 1986 konnte dann Walter Mondale, der von 1977 bis 1981 Vizepräsident der USA war und dessen Vorfahren aus Fjærland stammten, den Tunnel und die Straße nach Skei eröffnen, die Fjærland mit der nördlich gelegenen Region Jølster verbindet. 1994 wurde die Straße durch die zwei Tunnel nach Süden Richtung Sogndal verlängert.




Ein idyllischer Ort mit einer ganz ruhigen, angenehmen Atmosphäre und wirklicher Stille, ganz toll!








und jedes Gebäude, sei es ein Stall, eine kleine Hütte, die Fährstation, der Joker- Laden … ist von oben bis unten mit antiquarischen Büchern gefüllt. Für mich das Paradies, ich muss überall rein und stöbern!















Von Mundal aus hat man Sicht auf den Boyabreen, und da der Tag schon fast wieder um ist, schaffen wir nur noch den kurzen Weg an diesen Gletscher.









Wieder haben wir 2 mal Eisabbrüche gehört und gesehen und am Gletschersee war ein ganz deutlicher Temperaturrückgang zu spüren, echt beeindruckend!
Es geht zurück, wieder über den RV5 mit nochmaligem Stop am Rastplatz Berge,

und durch die beiden Tunnel, wo ich es das erste Mal schaffe, eines der Schilder zu fotografieren, die die Abstände zu den beiden Tunnelausfahrten anzeigen

Und noch ein Stop: am Vatnasete rasteplass. Ein großer Rastplatz mit einer 46 m langen Zeitachse auf dem Boden, die den Zeitraum von der letzten Eiszeit in Sogndalsdalen symbolisiert. Sie ist in Felder unterteilt, die die verschiedenen Epochen zeigen, bietet Infos über das Pflanzenwachstum, die Tiere, die Menschen, und die zukünftige Entwicklung, ergänzt mit Informationstafeln, alles sehr interessant.
Da wir ja nun mal wieder in der Gegend sind, machen wir am Tag danach nochmal die Fahrt über den RV55 (Sognefjellstrasse). Diesmal strahlende Sonne, aber die Temperatur geht von 16 auf 3 Grad runter, und aus dem grünen Wald wird wieder eine wunderschöne Schneelandschaft.
Zunächst geht die Fahrt entlang des und Gaupne – und Lustrafjorden.
Mit Blick auf den Feigefossen,

Stops an Rastplätzen und weiteren schönen Aussichten und auf den Mordølefossen,





gelangen wir wieder ins Fortundalen.

Gegenüber des Vassbakken Camping ein schöner Wasserfall, dessen Namen ich nicht herausgefunden habe.


Auf der Wiese an seinem Fuß grasende Rinder.


Dann geht es wieder hoch und diesmal wird es eine ganz andere, eine ganz entspannte Fahrt.





Der Aussichtspunkt Nedre Oscarshaug mit Blick auf das Hurrungane Gebirge ist weitgehend schneefrei, das Messfernrohr aber noch nicht installiert.


Ich gehe ein paar Schritte und habe einen weiten Blick über die Strassen. Rechts ist die 55, in der Bildmitte erkennt man schwach den Tindevegen.

und auch im Detail ist wieder viel zu entdecken:


Weitere Aussichtspunkte sind noch unter den Schneemassen begraben,



aber die Schneewände wirken jetzt bei weitem nicht so bedrohlich!

An der Sognefjellhytta stehen die einzig wahren Fortbewegungsmittel für den überwiegenden Teil des Jahres.

Drinnen schaue ich mich ein wenig um, gemütlich!


Dann kehren wir um und fahren zurück, haben eine eindrucksvollen Blick auf die freigefräste Strasse.

Die Nacht ist wunderbar klar, es wird nicht wirklich dunkel und du hast um Mitternacht einen rötlichen Schimmer am Himmel – traumhaft! (und das mit dem Blaustich bekomme ich auch irgendwann noch hin


Am Sonntagmorgen verlassen wir Sogndal bei durchwachsenem Wetter und nehmen die Fähre Fodnes – Manheller. Unser Gespann ist 10.02 m lang, auf allen anderen Fähren haben wir bisher für 8-10 m lange Fahrzeuge gezahlt, hier zahlen wir tatsächlich das erste Mal für 10 - 12 m Länge, und der Aufschlag beträgt direkt 130 Kronen mehr

Das Ziel ist heute Gudvangen am Aurlandsfjord, ein Nebenarm des Sognefjords. Von den ca.100 km fahren wir heute über 70 km durch Tunnel – einen nach dem anderen – in allen möglich Längen - 800m, 3km, 5km, 7km, 11km, usw. und auch durch den mit 24,5 km längsten Straßentunnel der Welt, den Laerdalstunnel.
Das wesentliche Merkmal dieses Tunnels sind – neben seiner enormen Länge – die insgesamt 3 Haltebuchten nach ca. 6, 12 und 18 km. Sie sind so groß, daß ein ganzer Sattelschlepper im Notfall in einem Zug wenden kann. Weitere Besonderheiten an diesem Tunnel sind die innovative Art der Beleuchtung sowie die absichtlich leicht kurvige Streckenführung, die die Fahrer vor Ermüdung schützen und die Konzentration fördern sollen, wodurch auch die Verkehrssicherheit erhöht wird. Innerhalb von nur 6 Jahren gebaut und im Jahr 2001 fertiggestellt, ist er mautfrei für alle Fahrzeugtypen zu befahren. Projektkosten im Jahr 2000: 120 Mill. Euro.
Sicherheit…? Sicherheitstechnisch würde der Lærdalstunnel wohl durch jeden ADAC-Test durchfallen…. Es gibt nur eine Tunnelröhre – also Gegenverkehr. Notausgänge Fehlanzeige: es gibt doch einen vorne und einen hinten. Die Beleuchtung in der Röhre ist für europäische Verhältnisse eher sporadisch… aber trotzdem, es ist ein gigantisches Erlebnis, hindurchzufahren, und die Verkehrsdichte ist ja in Norwegen nicht vergleichbar mit der in unseren Breiten…
Bei ca. 75 km/h sind wir gut 25 Minuten unterwegs und halten in 2 der 3 riesigen Hallen an, an der wir nicht angehalten haben, hatten wir beim Durchfahren das Gefühl, ein Nordlicht zu sehen.



Der Vang- Camping in Gudvangen befindet sich im 12 km langen und engen Narøyfjordtal, mit über 1000 m hohen steilen Felswänden und vielen, hohen Wasserfällen. Dort angekommen fühle ich mich etwas beklommen wegen der steilen Felsen und der Enge um uns herum. Ich gewöhne mich aber recht schnell daran, zumal es nach kurzer Zeit beginnt, aufzuklaren und ich immer nur staunend um mich blicken kann. Vom Platz und Wohnwagenfenster aus haben wir Sicht auf den Kjelfossen, du sitzt da, beobachtest ihn, und er verändert (je nach Wassermenge und Wind?) dauernd sein Aussehen - es ist unbeschreiblich.


Wir fahren am Nachmittag noch zur Stalheimskleiva mit dem "Stalheim Hotel ". Von dort aus hat man eine tolle Aussicht auf das Narøyfjordtal.


Stalheimskleiva ist der Name eines Straßenabschnitts, der sich vom Ende des Nærøydalen am Berghang hinauf nach Stalheim schlängelt. 1647 erhielt Stalheim die Rechte als sogenannter Posthof auf der königlichen Poststrecke Kopenhagen-Oslo-Begen. Der „Kongevegen“ führte früher durch das Tal und dann steil nach oben. 1842–1846 wurde die Straße, ganz ohne Hilfe schwerer Maschinen gebaut, in den 1930er Jahren für Kraftfahrzeuge weiter ausgebaut. Sie ist knapp 2km lang und überbrückt einen Höhenunterschied von 270 m in 14 Kurven. Die größte Steigung beträgt 1:5 oder 20 Prozent, was die Stalheimskleiva zu einem der steilsten Straßenabschnitte in Nordeuropa macht. Die Strecke ist seit einiger Zeit nur noch bergab befahrbar. Vor dem Ausbau der E16 mit Tunneln war dieser Weg die einzige und offizielle Streckenführung!
Es wäre oben vom Hotel aus auch möglich, eine kleine Wanderung (zur „Nali“) zu unternehmen, doch pünktlich, als wir losgehen, fängt es dort oben wieder an zu regnen... und weil der Weg teilweise nah am Abhang ist lassen wir es lieber sein... wir sind halt Schisser…

Zum Trost gibt es wieder Regenbogen.


Wir fahren runter und erleben die atemberaubende Serpentinenstraße,



machen Fotostops, um uns den Stalheimsfossen mit 126 Metern Fallhöhe anzusehen. Rechts neben dem Wasserfall die neue E16 mit der Tunneleinfahrt.



Unten angekommen sehen wir einen Parkplatz mit Informationstafeln und gehen von diesem aus zum Fuß des Wasserfalls, doch noch ein schöner Spaziergang heute.





Wir haben in der Wettervorhersage gesehen, dass am Dienstag das Wetter am beständigsten sein soll und daher für diesen Tag die Fahrt mit der Flamsbana geplant- die habe ich nämlich zum Geburtstag geschenkt bekommen!
Deswegen steht heute, am Montag, der Snøvegen, die Norwegische Landschaftsroute „Aurlandsfjellet“ auf dem Plan. Die Strecke hat eine Länge von 47 km und verläuft von Lærdalsøyri nach Aurlandsvangen über das Gebirge mit 1306 m ü.d.M. als höchstem Punkt. Die Straße ist im Winter gesperrt, wobei sich der Schnee auch noch bis in den Sommer hinein hält, deswegen der Name "Schneestraße“.
Auf dem Weg nach Aurland passieren wir „nur“ 2 Tunnel, (6 und 11 km lang) und kommen am Ort Flam vorbei.

Da ich diesen Hinweis gelesen hatte, ich glaube sogar hier im Forum: „ Wegen der vielen Kreuzfahrtschiffe sind die Abfahrten am Vormittag meist schnell ausverkauft. Daher rate ich das Ticket schon am Vortag zu kaufen, oder du solltest dich morgens deutlich vor dem o.g. Öffnungstermin am Schalter anstellen“, fahren wir in den Ort rein und kaufen schon mal die Fahrkarten.
Den Ort Flam entdecken wir dabei allerdings nicht, nur Souvenir- Shops, PKW – WoMo – und Bus Parkplätze, Futterbuden, eine Flaniermeile und Anlegestellen für Boote und Kreuzfahrtschiffe. Naja.
Wir kaufen Tickets, und zwar für die erste Abfahrt morgen früh um 7.30 Uhr, und klären auch direkt, ob Paco mit darf. Er darf, und der Schaffner wird im Zug klären, ob wir evtl. noch ein Kinderticket für ihn lösen müssen.
Im Hafen liegt inzwischen ein Kreuzfahrer vor Anker und mit sehr gemischten Gefühlen bestaunen wir das große Schiff im kleinen Fjord.

Bei der Weiterfahrt sehen wir, dass heute sogar zwei Schiffe da sind, beim zweiten werden die Passagiere gerade auf dem Fjord ausgetendert.

Aber erst mal weiter. Von Aurlandsvangen geht es in Serpentinen steil nach oben, mit Blick auf den Aurlandsfjord.




Als wir den Aussichtspunkt "Stegastein" erreichen, sind wir sind schon tief beeindruckt.Er befindet sich am Anfang des Aurlandsvegen und war seit jeher ein beliebter Aussichtspunkt. Bis 2006 war das Gebiet touristisch jedoch nicht erschlossen. Dies musste geändert werden. Es wurde daraufhin eine "leichte, dynamische, schwebende" Plattform aus Brettschichtholz gebaut. Diese bietet den Besuchern in 650 m Höhe über dem Fjord Zutritt zu einer 30 m ins Freie ragenden Rampe.



Die abgerundete Rampe wird von einer Plexiglasscheibe gesichert, die vollen Durchblick gewährt, eigentlich sicher, trotzdem nur was für schwindelfreie- aber die Aussicht!!!!!!!





Selbst aus dem Toilettenfenster…

Oberhalb des Parkplatzes führen Wege in den Wald.


Einfach nur toll, wir wollen gar nicht weiterfahren. Nun, nach einer geraumen Weile fahren wir denn doch weiter und was soll ich sagen - der Snøvegen macht seinem Namen alle Ehre!


Als die Schneewände immer höher werden, es immer diesiger wird und dann auch noch anfängt zu schneien, drehen wir um (zum Glück sind wir ohne Hänger unterwegs) und fahren zurück!

An die besonderen Rast- und Aussichtsplätze kommen wir eh nicht heran, sie sind noch genau so tief im Schnee begraben wie die Maste der Hochspannungsleitungen...

Der Gegensatz innerhalb kurzer Zeit kann kaum gravierender sein! Zwischen den beiden Tunneln biegen wir nämlich ab zum Ort Undredal, einem kleinen, aber sehr bekannten Ort am Aurlandsfjord und machen einen fast sommerlichen Spaziergang am Fjord- Wahnsinn!




Undredals Besonderheiten sind zum einen die Lage - bis 1988 war der Ort nur vom Fjord aus zu erreichen-, die Produktion eines landesweit gerühmten ZiegenKäse, und die Kirche von Undredal.
Eine der 28 Stabkirchen, die im Land erhalten sind und die kleinste Kirche in Skandinavien, die noch in Gebrauch ist. Sie hat Sitzplätze für nur 30 Personen. In der Dachkonstruktion über der Deckenverkleidung finden sich Einschnitte, die man guten Gewissens mit dem Jahre 1147 benennen kann.



Eingeschlossen von mehreren Berggipfeln war der Ort vom Fjord aus besiedelt worden, die Einwohner lebten von der Landwirtschaft und waren in ihrer Versorgung weitgehend autark - zum Einkaufen musste man einmal über den Aurlandsfjord, was erst mit Motorbooten zu einer annähernd entspannten Einkaufstour wurde...
Im Jahre 2005 lebten hier 90 Personen und 330 Ziegen. Heute ist Undredal im Sommer schnell einmal von Touristen überflutet, treffen zwei oder drei "Busladungen" Touristen zur gleichen Zeit ein und ein Sightseeing-Boot hält zudem gerade am Anleger an und lässt seine Gäste für einen kurzen Rundgang an Land, so wird es eng in den wenigen kleinen Straßen und der begrenzten Gastronomie am Ort.
Wir haben Glück, es ist recht leer heute, wir können einen entspannten Spaziergang machen und an der Kirche treffen wir noch andere Camper zu einem netten Smalltalk.








Am Ende decken wir uns noch mit kulinarischen Köstlichkeiten ein, Laerdalslaks und Ziegenkäse.
Die genießen wir am Abend, und dann müssen wir tatsächlich den Wecker für den nächsten Morgen stellen, wir wollen ja nicht die Flamsbana verpassen!
Davon erzähle ich dann im nächsten und letzten Teil.
Aber eins noch- auf dem Platz wird es abends ganz schön dunkel –wegen der steilen Berge ringsum!

Gute Nacht!
gudrun55
Re: SkandinavienTour 2015
Eine phantastische Fortsetzung mit ganz tollen Aufnahmen. Man kommt direkt ins Träumen und Schwärmen und in dem Schwelgen in Erinnerungen.
Danke Gudrun
Danke Gudrun

Re: SkandinavienTour 2015
Moin,
da hast Du uns aber ein "Sahnestück" als Bericht präsentiert!!! Und dazu die tollen Fotos - gleich ob in der Totalen oder im Detail!!! Danke dafür!
-
Du schreibst:
"Es wäre oben vom Hotel aus auch möglich, eine kleine Wanderung (zur „Nali“) zu unternehmen, doch pünktlich, als wir losgehen, fängt es dort oben wieder an zu regnen... und weil der Weg teilweise nah am Abhang ist lassen wir es lieber sein... wir sind halt Schisser…"
Da kann man angesichts der Münchnerin, die in den Königsee gestürzt und nunmehr tot ist nur sagen: Lieber Schisser, aber lebendig.
-
Die Serpentinen am Aurlandsfjord muss ich auch nicht haben - da bin ich mittlerweile ein Schisser.
Gruß
Ronald
da hast Du uns aber ein "Sahnestück" als Bericht präsentiert!!! Und dazu die tollen Fotos - gleich ob in der Totalen oder im Detail!!! Danke dafür!
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Du schreibst:
"Es wäre oben vom Hotel aus auch möglich, eine kleine Wanderung (zur „Nali“) zu unternehmen, doch pünktlich, als wir losgehen, fängt es dort oben wieder an zu regnen... und weil der Weg teilweise nah am Abhang ist lassen wir es lieber sein... wir sind halt Schisser…"
Da kann man angesichts der Münchnerin, die in den Königsee gestürzt und nunmehr tot ist nur sagen: Lieber Schisser, aber lebendig.
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Die Serpentinen am Aurlandsfjord muss ich auch nicht haben - da bin ich mittlerweile ein Schisser.
Gruß
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
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inesmstaedt
- NF-Stammbesucher

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- Registriert: Fr, 09. Mai 2008, 10:03
- Wohnort: Thüringen
Re: SkandinavienTour 2015
Hallo Gudrun,
vielen lieben Dank für den tollen Bericht mit den schönen Fotos, wirklich beeindruckend. Es macht unheimlich viel Spaß, mitzureisen!
Ich habe Bekanntes gesehen (u.a. Vikavegen und –fjell, z.B. Likholefossen, die Gletscher, Flam…), aber auch noch viel Unbekanntes, was schon für zukünftige Urlaube vorgemerkt ist. Wir sind z.B. bisher noch nie ganz im Süden unterwegs gewesen; wie Deinem Bericht zu entnehmen ist, gibt es da ja jede Menge Interessantes zu sehen.
Und mit den Steinen ist das bei uns auch so, einige schöne müssen immer mit nach Hause.
vielen lieben Dank für den tollen Bericht mit den schönen Fotos, wirklich beeindruckend. Es macht unheimlich viel Spaß, mitzureisen!
Ich habe Bekanntes gesehen (u.a. Vikavegen und –fjell, z.B. Likholefossen, die Gletscher, Flam…), aber auch noch viel Unbekanntes, was schon für zukünftige Urlaube vorgemerkt ist. Wir sind z.B. bisher noch nie ganz im Süden unterwegs gewesen; wie Deinem Bericht zu entnehmen ist, gibt es da ja jede Menge Interessantes zu sehen.
Und mit den Steinen ist das bei uns auch so, einige schöne müssen immer mit nach Hause.
LG Ines
Re: SkandinavienTour 2015
Moin Ines,
Du hast geschrieben:
"Wir sind z.B. bisher noch nie ganz im Süden unterwegs gewesen; wie Deinem Bericht zu entnehmen ist, gibt es da ja jede Menge Interessantes zu sehen"
Jetzt will ich mal lästern: An das Nordkap und auf die Lofoten fahren, das kann doch Jeder - aber den Süden in seiner ganzen Vielfalt entdecken, das sind nur einige Leute
Viel Spaß und Freude bei Eurer nächsten Reise in "unsere zweite Heimat" - der Süden von Norwegen.
Gruß
Ronald
Du hast geschrieben:
"Wir sind z.B. bisher noch nie ganz im Süden unterwegs gewesen; wie Deinem Bericht zu entnehmen ist, gibt es da ja jede Menge Interessantes zu sehen"
Jetzt will ich mal lästern: An das Nordkap und auf die Lofoten fahren, das kann doch Jeder - aber den Süden in seiner ganzen Vielfalt entdecken, das sind nur einige Leute
Viel Spaß und Freude bei Eurer nächsten Reise in "unsere zweite Heimat" - der Süden von Norwegen.
Gruß
Ronald
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inesmstaedt
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Re: SkandinavienTour 2015
Hallo Ronald,
wo Du Recht hast, hast Du recht.
Ich bin schon eifrig beim "Ideenklau"...
Der Süden ist fest eingeplant für den nächsten Norwegen-Urlaub.
wo Du Recht hast, hast Du recht.
Der Süden ist fest eingeplant für den nächsten Norwegen-Urlaub.
LG Ines
Re: SkandinavienTour 2015
Moin, Ines,
Hier noch einige Tipps:
Das schönste „Einfallstor“ nach Norwegen, um in den Süden zu fahren (jedenfalls für uns), ist die Fahrt mit der Kiel-Oslo-Fähre Mitte/Ende Mai, um dann entlang der Küste die schneeweißen Orte und Städtchen abzufahren, beginnend mit Langesund, Langøytangen, Kragerø, Taxiboot nach Jomfruland, Risør, Tvedestrand, Nærestø, Arendal und auf die Inseln Tromøy und Hisøy, die Fähre TAU von Arendal nach Merdø, von Arendal über Fevik nach Grimstad, Homborsund, Justøy, über die Blindleia nach Brekkestø, Skottevig und Ulvøysund, Kristansand, Flekkerøy, von Høllen mit dem Taxiboot nach Ny Hellesund und zurück („Kreuzfahrt en miniature“), Mandal Åvik mit Blick auf Svinør, Lindesnes, Korshavn, Farsund, Loshavn, Lista, entlang des Fedafjorden nach Flekkefjord, über die 461 durch Sogndalen, auf die 9 nach Evje in das Setesdal an den Byglandsfjord, über die 45 nach Krossli, nach Süden über Fyresdal entlang des Fyresvatnet oder weiter und dann entlang des Nisser, über die 41 nach Herefoss und wieder nach Arendal.
Damit hättet Ihr die schönsten Ecken – es gibt noch viel mehr – entdeckt. Die genannten Orte kann man immer wieder besuchen und es wird nie langweilig!
God tur!
Gruß
Ronald
Hier noch einige Tipps:
Das schönste „Einfallstor“ nach Norwegen, um in den Süden zu fahren (jedenfalls für uns), ist die Fahrt mit der Kiel-Oslo-Fähre Mitte/Ende Mai, um dann entlang der Küste die schneeweißen Orte und Städtchen abzufahren, beginnend mit Langesund, Langøytangen, Kragerø, Taxiboot nach Jomfruland, Risør, Tvedestrand, Nærestø, Arendal und auf die Inseln Tromøy und Hisøy, die Fähre TAU von Arendal nach Merdø, von Arendal über Fevik nach Grimstad, Homborsund, Justøy, über die Blindleia nach Brekkestø, Skottevig und Ulvøysund, Kristansand, Flekkerøy, von Høllen mit dem Taxiboot nach Ny Hellesund und zurück („Kreuzfahrt en miniature“), Mandal Åvik mit Blick auf Svinør, Lindesnes, Korshavn, Farsund, Loshavn, Lista, entlang des Fedafjorden nach Flekkefjord, über die 461 durch Sogndalen, auf die 9 nach Evje in das Setesdal an den Byglandsfjord, über die 45 nach Krossli, nach Süden über Fyresdal entlang des Fyresvatnet oder weiter und dann entlang des Nisser, über die 41 nach Herefoss und wieder nach Arendal.
Damit hättet Ihr die schönsten Ecken – es gibt noch viel mehr – entdeckt. Die genannten Orte kann man immer wieder besuchen und es wird nie langweilig!
God tur!
Gruß
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
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inesmstaedt
- NF-Stammbesucher

- Beiträge: 427
- Registriert: Fr, 09. Mai 2008, 10:03
- Wohnort: Thüringen
Re: SkandinavienTour 2015
Wunderschön ...ich war ein paar Jahre am Gaularfjell....für mich mit eine der schönsten Ecken von Norge.
Vielen Dank für die vielen Erinnerungsfotos.
Vielen Dank für die vielen Erinnerungsfotos.
Re: SkandinavienTour 2015
Hallo Gudrun,
Traumhaft!
Beim Lesen und Anschauen der Bilder bekomme ich große Lust, mich sofort ins Auto zu setzen und Richtung Norden loszudüsen... (kann leider nicht
)
Vielen Dank und herzliche Grüsse, Heidrun
Traumhaft!
Beim Lesen und Anschauen der Bilder bekomme ich große Lust, mich sofort ins Auto zu setzen und Richtung Norden loszudüsen... (kann leider nicht
Vielen Dank und herzliche Grüsse, Heidrun
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Rapakiwi
- NF-Stammbesucher

- Beiträge: 1455
- Registriert: Mo, 25. Apr 2011, 12:02
- Wohnort: Schleswig-Holstein
Re: SkandinavienTour 2015
Wow, was hast Du Dir viel Zeit genommen, um uns mit auf Tour zu nehmen!
Ganz herzlichen Dank von mir für die MFG durch das wunderschöne Norwegen; ich habe es sehr genossen!
Ganz herzlichen Dank von mir für die MFG durch das wunderschöne Norwegen; ich habe es sehr genossen!
Ha det bra
Anja
Anja
Re: SkandinavienTour 2015
Hallo in die Runde!
Da ist sie, der unvermeidlich letzte Folge meines Berichtes:
Ungewohnte Geräusche holen uns am nächsten Morgen sehr früh aus dem Schlaf – ach ja, der Wecker – die Flamsbahn!
OK, also los!
Die Flåmsbana ist eine 20km lange, eingleisige Eisenbahn- Stichstrecke. Auf der Hardangervidda zweigt sie von der Hauptstrecke Oslo-Bergen (auch Bergensbahn genannt) ab und führt hinab bis an den Aurlandsfjord nach Flåm, wo sie in einem Sackbahnhof endet.
Auf dieser kurzen Distanz überwindet sie 863 Höhenmeter. 16 km der Strecke haben eine Steigung von über 28 ‰; die größte Steigung beträgt 55 ‰ (das entspricht einer Steigung von einem Meter auf 18 m Strecke). Auf diese Weise gehört die Flåmsbana zu den steilsten normalspurigen Adhäsions-Eisenbahnen der Welt. Um die Züge sicher zu machen haben sie 5 Bremssysteme, von denen jedes einzelne den Zug zum Stehen bringen könnte.
Die Strecke führt durch 20 Tunnel, wobei einer von ihnen als Kehrtunnel ausgeführt wurde, um Höhe zu gewinnen. Die Gesamtlänge der Tunnel beträgt 5.692,4 m: Damit liegen 28 % der Strecke im Tunnel. Die meisten davon wurden von den Erbauern, den so genannten “Ralleren” mit Hand in den Berg getrieben. Dementsprechend betrug die Bauzeit fast 20 Jahre. Fertiggestellt wurde die Linie Anfang der 1940erJahre.
Die Bahn kreuzt während der Fahrt dreimal den Fluss, was auf die Lawinengefahr in Flåmsdalen zurückzuführen ist. Man versuchte so, die gefährlichsten Stellen zu umgehen. Allerdings überquert die Bahn den Fluss Flåmselva nicht über Brücken, sondern der Fluss wurde durch das Gestein unter der Eisenbahnlinie hindurchgeführt, es gibt nur eine Brücke.
In den 60er Jahren, als der Güterverkehr, für den die Bahn gebaut worden war zurückging, dachte man daran, sie still zu legen. Mit dem Kreuzfahrtboom stiegen aber die Fahrgastzahlen wieder, da die Schiffe direkt am Bahnhof anlegen können. Heute ist die Flambahn eine der meistbesuchten Attraktionen in ganz Norwegen.
Das Innere des Zuges ist klassisch und sehr gemütlich. Die bequemen roten Sessel und die Holzvertäfelungen lassen dich in eine andere Zeit eintauchen und ich genieße die Fahrt mit allen Sinnen.

Allerdings, beim Einsteigen gibt es ein kleines Problem: Wir haben nicht bedacht, dass die hohen Stufen für Paco ein Problem sein könnten - und sie sind es natürlich –

aber ein Schubs von hinten, ein Locken von vorne, und er ist drin! Übrigens müssen wir für ihn nichts nachzahlen.
Da wir so früh morgens fahren, ist der Andrang erfreulich gering. Wir sitzen in einem Abteil mit 6 anderen Reisenden und in den hinteren Waggons ist eine große Gruppe japanischer Touristen.
Von Flåm geht es zunächst durch das Fjordtal mit seinem satten Grün. Mit maximal 40 km/h schraubt sich der Zug weiter bergauf.



Die Ziegenalm Kårdal mit dem Kårdalsfossen.

Das letzte Drittel ist der beeindruckendste Teil, was sich auch durch die Länge der Tunnel bemerkbar macht. Am 93m hohen Kjosfossen, der direkt zwischen zwei langen Tunneln liegt, wird ein Stopp eingelegt und wir können kurz aussteigen, um uns von einer Aussichtsplattform den tosenden Wasserfall anzuschauen.




Nach rund einer Stunde hält der Zug dann schließlich auf 866,8m ü.d.M. in Myrdal, von wo aus man zu Fuß weiterwandern, sich ein Fahrrad leihen oder, nachdem man sich einige Minuten die Beine vertreten hat, mit dem Zug wieder hinunter ins Tal fahren kann.




Wir fahren natürlich wieder mit runter und genießen alles nochmal in umgekehrter Reihenfolge, erst jetzt machen wir die meisten Fotos, die Hinfahrt haben wir einfach nur auf uns wirken lassen.
Vatnahalsen


Die Strecke am Reinungavatnet

Dann folgt ein Wendetunnel, der im Inneren des Berges einen Bogen von 180° macht. Eine Öffnung in der Bergwand ermöglicht eine wunderbare Sicht über das Tal und die Schienen. Es ist gar nicht so einfach, zwischen den Holzbalken in der richtigen Millisekunde auf den Auslöser zu drücken, besonders wenn man so beeindruckt ist!


Sie sind schon sehr imposant, diese Lawinenschutzbauten.

Zweiter Stopp am Kjosfossen, wieder wird fotografiert, was das Zeug hält, viele lassen sich mit dem Schaffner verewigen.

Es ertönt Musik, getragene folkloristische Weisen und auf der alten Ruine tanzen Huldra dazu. Das sind wunderschöne Waldfeen mit langen blonden Haaren, die Männer mit ihrem Gesang betören und vom Weg abbringen. Dabei verstecken sie ihren Schweif, der je nach Region dem einer Kuh oder eines Fuchses ähnelt…


Klar, alles Show für die Touristen, aber die Musik in Verbindung mit der grandiosen Natur ist sehr stimmungsvoll und hat was. Ich genieße es.
Genauso wie den Blick an der Felswand entlang Richtung Myrdal – man sieht die Höhenstufen, welche die Strecke überwindet und gleichzeitig die alte Transportstraße, die sich über 21 Kurven am steilen Berg Myrdalsberget nach oben schlängelt, den Rallarvegen, hierüber gelangten Mensch und Material nach oben.





Etwa auf der Hälfte, in Berekvam, ist die Strecke kurz zweigleisig, um dem entgegenkommenden Zug auszuweichen.

Und weiter abwärts.

Der Rjoandefossen, 140 Meter stürzt er senkrecht in die Tiefe, und der Sonnenschein bildet einen Regenbogen an seinem Fuß.

Der Ort Flam, es gibt ihn tatsächlich, wir fahren daran vorbei.


Die fantastische Fahrt geht zu Ende. Als wir unten ankommen, sind wir froh, so früh aufgestanden zu sein. Es liegt ein Kreuzfahrtschiff vor Anker, noch viel größer als das von gestern, die Parkplätze sind voll und vor den Gleisen stehen lange Menschenschlangen.

Das Schiff, riesig groß,

für die Taue muss extra eine Gasse gebildet werden,

es lässt alles andere, sogar die großen Busse, winzig wirken.


Wahnsinn das alles, und dann fährt man nur ein paar Kilometer und hat wieder Natur und Einsamkeit- was wir denn auch schleunigst tun. Natürlich noch nicht zum Campingplatz, sondern ins Örtchen Bakka am Narøyfjord.
Es ist der engste Fjord Europas und UNESCO- Weltkulturerbe. Nur wenige hundert Meter breit, 18 km lang, aber umgeben von über 1000m hohen, senkrecht aufsteigenden Felswänden und Wasserfällen erlebst du Norwegen wie aus einem Bilderbuch.


Ein paradiesisches Fleckchen Erde, wir lassen das Auto bei der Kirche stehen und gehen zu Fuß weiter entlang des Fjord.








Hier beginnt ein "steiler Wanderweg mit beeindruckendem Panoramablick über den Nærøyfjord", der Rimstigen. Aber das Schneefeld scheint nicht ohne zu sein, wir sehen mehrere Wanderer (deren Autos norwegische Kennnzeichen haben!), die abbrechen und umkehren.


Wohnt hier ein Troll?

Die Strasse zurück am Fjord entlang ist sehr schmal und die freilaufenden Tiere nehmen sie ziemlich in Beschlag, lassen uns nur gaaaaaanz langsam durchfahren...

Wir fahren zurück nach Gudvangen, ein Fährort am Ende des Narøyfjord, ein Touristenmagnet, der sich dem Thema Wikinger verschrieben hat.


Hier steht ein schickes Fjordhotel: ein runder Bau, bei dem die Zimmertüren nach außen liegen und die Zimmer ein großes Glasdach mit Blick auf die Bergspitzen haben,

und auf den Kjelfossen, der ca. 840 m in die Tiefe fällt und an dem ich mich einfach nicht satt sehen kann!



Den Rest dieses fantastischen Tages verbringen wir ganz entspannt auf dem Campingplatz und "drumherum".





Ja, und wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören, deshalb endet hier unsere Reise, es geht jetzt relativ zügig nach Hause.
Am nächsten Morgen ein vollkommen anderes Bild, tiefhängende Wolken und Regen.

Wir bauen ab und machen uns an den Heimweg.Zunächst wieder an Flam vorbei (auch an so Regentagen sind dort die Kreuzfahrer),

führt uns der Weg über den RV50 am östlichen Rand der Hardangervidda entlang nach Süden. Die Strasse führt durch wunderbare Hochgebirgslandschaft mit irren Felsformationen und sehr vielen, teilweise langen Tunnel. Aber darin ist es wenigstens trocken- denn es wird heute wieder eine absolute Regenfahrt- deswegen kommen wir auch sehr weit.








Wir würden bei trockenem Wetter noch mal länger Halt machen. Doch das wird uns nicht beschert. Heute kommen wir bis Vikersund, ca 60 km vor Oslo. Dort übernachten wir und fahren über Drammen und durch den Oslofjordtunnel auf die E6 Richtung Süden.
Wir befinden uns jetzt in Østfold, dieser Landesteil ist mit frühgeschichtlichen Zeugen wie Felszeichnungen, Geröllgräbern und Steinsetzungen reich gesegnet, ähnlich wie das nahe Tanum in Schweden. Die bei Fredrikstad von der E6 abzweigende R110 wird Altertumsstrasse, Oldtidsvei, genannt, sie führt durch liebliche Landschaft und ließe uns allerhand kulturhistorisches entdecken.
An ihrem Startpunkt lädt der Rastplatz Solbergtarnet als Informationszentrum ein. Das ist richtig gut gemacht, und ein 28 m hoher Turm dient als Aussichtspunkt. Die 7 Installationen zeigen, was es wo am Oldtidsvei zu sehen gibt.



... aber wir verzichten heute darauf, ihn zu fahren und uns alles anzusehen, er kommt auf die Liste für nächste Reisen, denn diesen historischen Spuren zu folgen ist schon was Besonderes.
Kurz vor der schwedischen Grenze verlassen wir die E6 und fahren via Halden über den sog. blau- grünen Weg,die 22. Es ist eine landschaftlich schöne Alternative, die 6 km kürzer ist als die E 6 und kaum LKW- und Busverkehr hat.
Dafür fahren wir durch Halden, einer alten, kleinen Festungsstadt, die Festung Fredriksen ist wunderschön und sehr beeindruckend- und es hat aufgehört zu regnen! An diesem Freitag findet aber ein Festival statt und der ganze Ort und auch das Festungscamping ist hoffnungslos überfüllt. Überall steht "Fullt", und es ist schwer, mit dem Gespann durch den kleinen Ort zu kurven. Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass wir gar keine Fotos gemacht haben.
Hier gebe ich die letzten norwegischen Kronen aus, nochmal für leckeren Lachs.
Am Elgafossen, kurz vor der schwedischen Grenze ist ein schön gestalteter Rastplatz, hier machen wir Pause- im Gegensatz zum Regen, der hat seine Pause beendet. Hier liegen viele Mühlsteine, belegen die Nutzung des Fossen in früheren Zeiten.






Der blau - grüne Weg hält, was er versprochen hat, ist sehr schön und entspannt zu fahren.

Der Grenzübergang total unspektakulär, ohne Kontrollen. Nach ca. 80 km treffen wir wieder auf die E6 und fahren Richtung Malmö, Südschweden. Da weiter schlechtes Wetter ist, fahren wir zügig und übernachten auf einem Parkplatz.
Inzwischen ist Freitag, das Wetter ist durchwachsen. Heute wird Mittsommer in Schweden gefeiert. Wir sehen tatsächlich relativ viele Frauen in schönen, luftigen Kleidern und mit Blumenkränzen im Haar.
Unser LPG Tank ist leer, aber die Tankstellen, die wir anfahren, haben keinen Kartenautomaten und sind nicht besetzt - trotz regulärer Öffnungszeit-, wegen Mittsommer?
In Göteborg kaufe ich nochmal ein und gebe auch die letzten schwedischen Kronen aus.
Am Abend klart das Wetter tatsächlich auf,

und wir erhaschen vor Malmö von der Autobahn aus einen ersten Blick auf die Öresundbrücke, die wir ja morgen überqueren werden.
Wir finden abseits der Autobahn nochmal einen schönen Übernachtungsplatz. Beim Abendspaziergang erfreuen uns ein Weinberg, blühende Rosen, singende und feiernde Menschen.

Samstag kommen wir früh nach Malmö und wollen tanken, fahren zuerst zum LPG Tankautomat.
Doch da müssen wir entsetzt feststellen, dass unsere Kreditkarten beide nicht akzeptiert werden! Ein deutscher Reisender, tankt ganz problemlos mit seiner Visa, aber alle unsere Karten werden weiter nicht angenommen. Sein nettes Angebot, ihm den Betrag bar zu geben, können wir nicht annehmen, wir haben so gut wie kein Bargeld mehr.
Na gut, dann wenigstens den Benzintank füllen, aber auch dort werden wieder keine Karten akzeptiert. Jetzt breitet sich Panik aus, wir können uns nicht erklären warum wir diese Probleme haben. Hat etwa jemand unsere Daten abgegriffen und das Konto geplündert???????????
Wir suchen ein ruhiges Plätzchen und checken die Kontodaten, zum Glück alles in Ordnung!
Also etwas beruhigt weiter ( noch ist ein Tank ja nicht leer), bei schönstem Wetter zum Aussichtspunkt an der Öresundbrücke.
Sie ist mit 7845 Metern die weltweit längste Schrägseilbrücke, die Straßen- und Bahnverkehr kombiniert. Auf dem Oberdeck ist die vierspurige Autobahn, im Fachwerkträger liegen die zwei Eisenbahngleise. Eine Nutzung für Fahrradreisende ist nicht möglich. Die Bauarbeiten der Brücke verschluckten Kosten in der Höhe einer Milliarde Euro und dauerten rund 40 Monate.


Wir staunen und fotografieren. Dann geht es weiter, mit der bangen Frage, wird an der Mautstelle die Kreditkarte akzeptiert, oder sollen wir doch lieber noch nach Malmö rein zum Bankautomaten? Wir riskieren es, und siehe da, die Schranke geht hoch, "god Tur", die Karte wurde akzeptiert!
Na denn!
Auf einmal haben wir das Gefühl, demnächst ins Wasser zu fahren, wir können keine Strasse mehr erkennen! Ein Wahnsinnsblick! Hat aber seinen Grund, denn wer wie wir von der schwedischen Seite die Brücke befährt, erreicht am Ende der Brückenkonstruktion die künstliche Insel Peberholm, deren einzige Daseinsberechtigung es ist, dass die Brücke in den unterirdischen Dogdentunnel übergeht. Sie sorgt sozusagen dafür, dass der Tunnel, der unter der Wasseroberfläche liegt, nicht geflutet wird. Die Verbindung musste unterirdisch gelegt werden, da eine Brücke aufgrund der Nähe zum Kopenhagener Flughafen den Flugverkehr gestört hätte.

Das Betreten der künstlichen Insel ist jedoch strikt verboten. Nur Biologen dürfen ihr einen Besuch abstatten. Sie möchten herausfinden, welche Pflanzen und Tiere das Eiland ohne menschlichen Einfluss zu ihrem Territorium machen.

Nachdem wir nun glücklich in Dänemark sind - einen Grenzübergang haben wir übrigens gar nicht wahrgenommen, nur das Navi hat uns informiert - wollen wir jetzt natürlich als erstes tanken.
Doch dasselbe Spiel wie in Malmö - keine Akzeptanz unserer Karten am Tankautomat! Shit! Was ist bloß los????? Johannes will nach mehreren Fehlversuchen einfach mal seine Krankenkassenkarte ausprobieren – nein, er nimmt die normale EC-Karte, und siehe da, die wird akzeptiert! Irre!!!!
Naja, wenigstens können wir jetzt Benzin volltanken. LPG ist auch hier in Dänemark wie in Schweden und Norwegen nicht üblich und wir fahren dafür keine Umwege.
3 Stunden später überqueren wir die nächste gigantische Brücke - die Storebeltbrücke. Ab hier werden wieder alle Karten akzeptiert...
Na, die haben einen luftigen Arbeitsplatz.

Die Insel Sprogo, der letzte schöne Blick,


denn dann haben wir eigentlich nur noch gemacht, dass wir schnell nach Hause kamen,dem Regen und den altbekannten Staus auf unseren Autobahnen zu entkommen.
Sonntagabend kommen wir zu Hause an, sehr müde und angefüllt mit Erlebnissen!
Wie lautet unser Fazit?
Nun, es war unbestreitbar eine ganz fantastische und geniale Reise. Wir waren 6 Wochen unterwegs, doch die Zeit ist nur so geflogen. Wir haben unendlich viel Einmaliges gesehen und erlebt, Kontakt zu vielen interessanten Menschen gehabt, es war gigantisch, und wir hatten neben einigem Regen auch wirklich viele schöne Tage.
Norwegen, dieses Land hat uns echt gepackt. Es wird uns auf jeden Fall wiedersehen! Darauf freuen wir uns jetzt schon, schwelgen bis dahin in Fotos und Erinnerungen.
Damit ist dieser Reisebericht zu Ende.
Schön, wenn er Euch angesprochen und gefallen hat, ja, wenn der ein oder andere vielleicht sogar eine Anregung rauspicken konnte, freut mich das besonders.
Für die schönen Feedbacks und netten Kommentare sage ich ganz herzlichen Dank, auch schonmal im Voraus für die, die evtl. noch kommen.
Es hat großen Spaß gemacht und dabei auch noch die Zeit bis zum nächsten Start verkürzt!
bis denn, liebe grüße!
gudrun55
Da ist sie, der unvermeidlich letzte Folge meines Berichtes:
Ungewohnte Geräusche holen uns am nächsten Morgen sehr früh aus dem Schlaf – ach ja, der Wecker – die Flamsbahn!
OK, also los!
Die Flåmsbana ist eine 20km lange, eingleisige Eisenbahn- Stichstrecke. Auf der Hardangervidda zweigt sie von der Hauptstrecke Oslo-Bergen (auch Bergensbahn genannt) ab und führt hinab bis an den Aurlandsfjord nach Flåm, wo sie in einem Sackbahnhof endet.
Auf dieser kurzen Distanz überwindet sie 863 Höhenmeter. 16 km der Strecke haben eine Steigung von über 28 ‰; die größte Steigung beträgt 55 ‰ (das entspricht einer Steigung von einem Meter auf 18 m Strecke). Auf diese Weise gehört die Flåmsbana zu den steilsten normalspurigen Adhäsions-Eisenbahnen der Welt. Um die Züge sicher zu machen haben sie 5 Bremssysteme, von denen jedes einzelne den Zug zum Stehen bringen könnte.
Die Strecke führt durch 20 Tunnel, wobei einer von ihnen als Kehrtunnel ausgeführt wurde, um Höhe zu gewinnen. Die Gesamtlänge der Tunnel beträgt 5.692,4 m: Damit liegen 28 % der Strecke im Tunnel. Die meisten davon wurden von den Erbauern, den so genannten “Ralleren” mit Hand in den Berg getrieben. Dementsprechend betrug die Bauzeit fast 20 Jahre. Fertiggestellt wurde die Linie Anfang der 1940erJahre.
Die Bahn kreuzt während der Fahrt dreimal den Fluss, was auf die Lawinengefahr in Flåmsdalen zurückzuführen ist. Man versuchte so, die gefährlichsten Stellen zu umgehen. Allerdings überquert die Bahn den Fluss Flåmselva nicht über Brücken, sondern der Fluss wurde durch das Gestein unter der Eisenbahnlinie hindurchgeführt, es gibt nur eine Brücke.
In den 60er Jahren, als der Güterverkehr, für den die Bahn gebaut worden war zurückging, dachte man daran, sie still zu legen. Mit dem Kreuzfahrtboom stiegen aber die Fahrgastzahlen wieder, da die Schiffe direkt am Bahnhof anlegen können. Heute ist die Flambahn eine der meistbesuchten Attraktionen in ganz Norwegen.
Das Innere des Zuges ist klassisch und sehr gemütlich. Die bequemen roten Sessel und die Holzvertäfelungen lassen dich in eine andere Zeit eintauchen und ich genieße die Fahrt mit allen Sinnen.

Allerdings, beim Einsteigen gibt es ein kleines Problem: Wir haben nicht bedacht, dass die hohen Stufen für Paco ein Problem sein könnten - und sie sind es natürlich –

aber ein Schubs von hinten, ein Locken von vorne, und er ist drin! Übrigens müssen wir für ihn nichts nachzahlen.
Da wir so früh morgens fahren, ist der Andrang erfreulich gering. Wir sitzen in einem Abteil mit 6 anderen Reisenden und in den hinteren Waggons ist eine große Gruppe japanischer Touristen.
Von Flåm geht es zunächst durch das Fjordtal mit seinem satten Grün. Mit maximal 40 km/h schraubt sich der Zug weiter bergauf.



Die Ziegenalm Kårdal mit dem Kårdalsfossen.

Das letzte Drittel ist der beeindruckendste Teil, was sich auch durch die Länge der Tunnel bemerkbar macht. Am 93m hohen Kjosfossen, der direkt zwischen zwei langen Tunneln liegt, wird ein Stopp eingelegt und wir können kurz aussteigen, um uns von einer Aussichtsplattform den tosenden Wasserfall anzuschauen.




Nach rund einer Stunde hält der Zug dann schließlich auf 866,8m ü.d.M. in Myrdal, von wo aus man zu Fuß weiterwandern, sich ein Fahrrad leihen oder, nachdem man sich einige Minuten die Beine vertreten hat, mit dem Zug wieder hinunter ins Tal fahren kann.




Wir fahren natürlich wieder mit runter und genießen alles nochmal in umgekehrter Reihenfolge, erst jetzt machen wir die meisten Fotos, die Hinfahrt haben wir einfach nur auf uns wirken lassen.
Vatnahalsen


Die Strecke am Reinungavatnet

Dann folgt ein Wendetunnel, der im Inneren des Berges einen Bogen von 180° macht. Eine Öffnung in der Bergwand ermöglicht eine wunderbare Sicht über das Tal und die Schienen. Es ist gar nicht so einfach, zwischen den Holzbalken in der richtigen Millisekunde auf den Auslöser zu drücken, besonders wenn man so beeindruckt ist!


Sie sind schon sehr imposant, diese Lawinenschutzbauten.

Zweiter Stopp am Kjosfossen, wieder wird fotografiert, was das Zeug hält, viele lassen sich mit dem Schaffner verewigen.

Es ertönt Musik, getragene folkloristische Weisen und auf der alten Ruine tanzen Huldra dazu. Das sind wunderschöne Waldfeen mit langen blonden Haaren, die Männer mit ihrem Gesang betören und vom Weg abbringen. Dabei verstecken sie ihren Schweif, der je nach Region dem einer Kuh oder eines Fuchses ähnelt…


Klar, alles Show für die Touristen, aber die Musik in Verbindung mit der grandiosen Natur ist sehr stimmungsvoll und hat was. Ich genieße es.
Genauso wie den Blick an der Felswand entlang Richtung Myrdal – man sieht die Höhenstufen, welche die Strecke überwindet und gleichzeitig die alte Transportstraße, die sich über 21 Kurven am steilen Berg Myrdalsberget nach oben schlängelt, den Rallarvegen, hierüber gelangten Mensch und Material nach oben.





Etwa auf der Hälfte, in Berekvam, ist die Strecke kurz zweigleisig, um dem entgegenkommenden Zug auszuweichen.

Und weiter abwärts.

Der Rjoandefossen, 140 Meter stürzt er senkrecht in die Tiefe, und der Sonnenschein bildet einen Regenbogen an seinem Fuß.

Der Ort Flam, es gibt ihn tatsächlich, wir fahren daran vorbei.


Die fantastische Fahrt geht zu Ende. Als wir unten ankommen, sind wir froh, so früh aufgestanden zu sein. Es liegt ein Kreuzfahrtschiff vor Anker, noch viel größer als das von gestern, die Parkplätze sind voll und vor den Gleisen stehen lange Menschenschlangen.

Das Schiff, riesig groß,

für die Taue muss extra eine Gasse gebildet werden,

es lässt alles andere, sogar die großen Busse, winzig wirken.


Wahnsinn das alles, und dann fährt man nur ein paar Kilometer und hat wieder Natur und Einsamkeit- was wir denn auch schleunigst tun. Natürlich noch nicht zum Campingplatz, sondern ins Örtchen Bakka am Narøyfjord.
Es ist der engste Fjord Europas und UNESCO- Weltkulturerbe. Nur wenige hundert Meter breit, 18 km lang, aber umgeben von über 1000m hohen, senkrecht aufsteigenden Felswänden und Wasserfällen erlebst du Norwegen wie aus einem Bilderbuch.


Ein paradiesisches Fleckchen Erde, wir lassen das Auto bei der Kirche stehen und gehen zu Fuß weiter entlang des Fjord.








Hier beginnt ein "steiler Wanderweg mit beeindruckendem Panoramablick über den Nærøyfjord", der Rimstigen. Aber das Schneefeld scheint nicht ohne zu sein, wir sehen mehrere Wanderer (deren Autos norwegische Kennnzeichen haben!), die abbrechen und umkehren.


Wohnt hier ein Troll?

Die Strasse zurück am Fjord entlang ist sehr schmal und die freilaufenden Tiere nehmen sie ziemlich in Beschlag, lassen uns nur gaaaaaanz langsam durchfahren...

Wir fahren zurück nach Gudvangen, ein Fährort am Ende des Narøyfjord, ein Touristenmagnet, der sich dem Thema Wikinger verschrieben hat.


Hier steht ein schickes Fjordhotel: ein runder Bau, bei dem die Zimmertüren nach außen liegen und die Zimmer ein großes Glasdach mit Blick auf die Bergspitzen haben,

und auf den Kjelfossen, der ca. 840 m in die Tiefe fällt und an dem ich mich einfach nicht satt sehen kann!



Den Rest dieses fantastischen Tages verbringen wir ganz entspannt auf dem Campingplatz und "drumherum".





Ja, und wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören, deshalb endet hier unsere Reise, es geht jetzt relativ zügig nach Hause.
Am nächsten Morgen ein vollkommen anderes Bild, tiefhängende Wolken und Regen.

Wir bauen ab und machen uns an den Heimweg.Zunächst wieder an Flam vorbei (auch an so Regentagen sind dort die Kreuzfahrer),

führt uns der Weg über den RV50 am östlichen Rand der Hardangervidda entlang nach Süden. Die Strasse führt durch wunderbare Hochgebirgslandschaft mit irren Felsformationen und sehr vielen, teilweise langen Tunnel. Aber darin ist es wenigstens trocken- denn es wird heute wieder eine absolute Regenfahrt- deswegen kommen wir auch sehr weit.








Wir würden bei trockenem Wetter noch mal länger Halt machen. Doch das wird uns nicht beschert. Heute kommen wir bis Vikersund, ca 60 km vor Oslo. Dort übernachten wir und fahren über Drammen und durch den Oslofjordtunnel auf die E6 Richtung Süden.
Wir befinden uns jetzt in Østfold, dieser Landesteil ist mit frühgeschichtlichen Zeugen wie Felszeichnungen, Geröllgräbern und Steinsetzungen reich gesegnet, ähnlich wie das nahe Tanum in Schweden. Die bei Fredrikstad von der E6 abzweigende R110 wird Altertumsstrasse, Oldtidsvei, genannt, sie führt durch liebliche Landschaft und ließe uns allerhand kulturhistorisches entdecken.
An ihrem Startpunkt lädt der Rastplatz Solbergtarnet als Informationszentrum ein. Das ist richtig gut gemacht, und ein 28 m hoher Turm dient als Aussichtspunkt. Die 7 Installationen zeigen, was es wo am Oldtidsvei zu sehen gibt.



... aber wir verzichten heute darauf, ihn zu fahren und uns alles anzusehen, er kommt auf die Liste für nächste Reisen, denn diesen historischen Spuren zu folgen ist schon was Besonderes.
Kurz vor der schwedischen Grenze verlassen wir die E6 und fahren via Halden über den sog. blau- grünen Weg,die 22. Es ist eine landschaftlich schöne Alternative, die 6 km kürzer ist als die E 6 und kaum LKW- und Busverkehr hat.
Dafür fahren wir durch Halden, einer alten, kleinen Festungsstadt, die Festung Fredriksen ist wunderschön und sehr beeindruckend- und es hat aufgehört zu regnen! An diesem Freitag findet aber ein Festival statt und der ganze Ort und auch das Festungscamping ist hoffnungslos überfüllt. Überall steht "Fullt", und es ist schwer, mit dem Gespann durch den kleinen Ort zu kurven. Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass wir gar keine Fotos gemacht haben.
Hier gebe ich die letzten norwegischen Kronen aus, nochmal für leckeren Lachs.
Am Elgafossen, kurz vor der schwedischen Grenze ist ein schön gestalteter Rastplatz, hier machen wir Pause- im Gegensatz zum Regen, der hat seine Pause beendet. Hier liegen viele Mühlsteine, belegen die Nutzung des Fossen in früheren Zeiten.






Der blau - grüne Weg hält, was er versprochen hat, ist sehr schön und entspannt zu fahren.

Der Grenzübergang total unspektakulär, ohne Kontrollen. Nach ca. 80 km treffen wir wieder auf die E6 und fahren Richtung Malmö, Südschweden. Da weiter schlechtes Wetter ist, fahren wir zügig und übernachten auf einem Parkplatz.
Inzwischen ist Freitag, das Wetter ist durchwachsen. Heute wird Mittsommer in Schweden gefeiert. Wir sehen tatsächlich relativ viele Frauen in schönen, luftigen Kleidern und mit Blumenkränzen im Haar.
Unser LPG Tank ist leer, aber die Tankstellen, die wir anfahren, haben keinen Kartenautomaten und sind nicht besetzt - trotz regulärer Öffnungszeit-, wegen Mittsommer?
In Göteborg kaufe ich nochmal ein und gebe auch die letzten schwedischen Kronen aus.
Am Abend klart das Wetter tatsächlich auf,

und wir erhaschen vor Malmö von der Autobahn aus einen ersten Blick auf die Öresundbrücke, die wir ja morgen überqueren werden.
Wir finden abseits der Autobahn nochmal einen schönen Übernachtungsplatz. Beim Abendspaziergang erfreuen uns ein Weinberg, blühende Rosen, singende und feiernde Menschen.

Samstag kommen wir früh nach Malmö und wollen tanken, fahren zuerst zum LPG Tankautomat.
Doch da müssen wir entsetzt feststellen, dass unsere Kreditkarten beide nicht akzeptiert werden! Ein deutscher Reisender, tankt ganz problemlos mit seiner Visa, aber alle unsere Karten werden weiter nicht angenommen. Sein nettes Angebot, ihm den Betrag bar zu geben, können wir nicht annehmen, wir haben so gut wie kein Bargeld mehr.
Na gut, dann wenigstens den Benzintank füllen, aber auch dort werden wieder keine Karten akzeptiert. Jetzt breitet sich Panik aus, wir können uns nicht erklären warum wir diese Probleme haben. Hat etwa jemand unsere Daten abgegriffen und das Konto geplündert???????????
Wir suchen ein ruhiges Plätzchen und checken die Kontodaten, zum Glück alles in Ordnung!
Also etwas beruhigt weiter ( noch ist ein Tank ja nicht leer), bei schönstem Wetter zum Aussichtspunkt an der Öresundbrücke.
Sie ist mit 7845 Metern die weltweit längste Schrägseilbrücke, die Straßen- und Bahnverkehr kombiniert. Auf dem Oberdeck ist die vierspurige Autobahn, im Fachwerkträger liegen die zwei Eisenbahngleise. Eine Nutzung für Fahrradreisende ist nicht möglich. Die Bauarbeiten der Brücke verschluckten Kosten in der Höhe einer Milliarde Euro und dauerten rund 40 Monate.


Wir staunen und fotografieren. Dann geht es weiter, mit der bangen Frage, wird an der Mautstelle die Kreditkarte akzeptiert, oder sollen wir doch lieber noch nach Malmö rein zum Bankautomaten? Wir riskieren es, und siehe da, die Schranke geht hoch, "god Tur", die Karte wurde akzeptiert!
Na denn!
Auf einmal haben wir das Gefühl, demnächst ins Wasser zu fahren, wir können keine Strasse mehr erkennen! Ein Wahnsinnsblick! Hat aber seinen Grund, denn wer wie wir von der schwedischen Seite die Brücke befährt, erreicht am Ende der Brückenkonstruktion die künstliche Insel Peberholm, deren einzige Daseinsberechtigung es ist, dass die Brücke in den unterirdischen Dogdentunnel übergeht. Sie sorgt sozusagen dafür, dass der Tunnel, der unter der Wasseroberfläche liegt, nicht geflutet wird. Die Verbindung musste unterirdisch gelegt werden, da eine Brücke aufgrund der Nähe zum Kopenhagener Flughafen den Flugverkehr gestört hätte.

Das Betreten der künstlichen Insel ist jedoch strikt verboten. Nur Biologen dürfen ihr einen Besuch abstatten. Sie möchten herausfinden, welche Pflanzen und Tiere das Eiland ohne menschlichen Einfluss zu ihrem Territorium machen.

Nachdem wir nun glücklich in Dänemark sind - einen Grenzübergang haben wir übrigens gar nicht wahrgenommen, nur das Navi hat uns informiert - wollen wir jetzt natürlich als erstes tanken.
Doch dasselbe Spiel wie in Malmö - keine Akzeptanz unserer Karten am Tankautomat! Shit! Was ist bloß los????? Johannes will nach mehreren Fehlversuchen einfach mal seine Krankenkassenkarte ausprobieren – nein, er nimmt die normale EC-Karte, und siehe da, die wird akzeptiert! Irre!!!!
Naja, wenigstens können wir jetzt Benzin volltanken. LPG ist auch hier in Dänemark wie in Schweden und Norwegen nicht üblich und wir fahren dafür keine Umwege.
3 Stunden später überqueren wir die nächste gigantische Brücke - die Storebeltbrücke. Ab hier werden wieder alle Karten akzeptiert...
Na, die haben einen luftigen Arbeitsplatz.

Die Insel Sprogo, der letzte schöne Blick,


denn dann haben wir eigentlich nur noch gemacht, dass wir schnell nach Hause kamen,dem Regen und den altbekannten Staus auf unseren Autobahnen zu entkommen.
Sonntagabend kommen wir zu Hause an, sehr müde und angefüllt mit Erlebnissen!
Wie lautet unser Fazit?
Nun, es war unbestreitbar eine ganz fantastische und geniale Reise. Wir waren 6 Wochen unterwegs, doch die Zeit ist nur so geflogen. Wir haben unendlich viel Einmaliges gesehen und erlebt, Kontakt zu vielen interessanten Menschen gehabt, es war gigantisch, und wir hatten neben einigem Regen auch wirklich viele schöne Tage.
Norwegen, dieses Land hat uns echt gepackt. Es wird uns auf jeden Fall wiedersehen! Darauf freuen wir uns jetzt schon, schwelgen bis dahin in Fotos und Erinnerungen.
Damit ist dieser Reisebericht zu Ende.
Schön, wenn er Euch angesprochen und gefallen hat, ja, wenn der ein oder andere vielleicht sogar eine Anregung rauspicken konnte, freut mich das besonders.
Für die schönen Feedbacks und netten Kommentare sage ich ganz herzlichen Dank, auch schonmal im Voraus für die, die evtl. noch kommen.
Es hat großen Spaß gemacht und dabei auch noch die Zeit bis zum nächsten Start verkürzt!
bis denn, liebe grüße!
gudrun55
Re: SkandinavienTour 2015
Moin Gudrun55
"die Zeit bis zum nächsten Start verkürzt!"
So ist es und wir haben schon wieder "Blut geleckt" für unseren Start am 17.05.
Hab' ganz herzlichen Dank für die vielen tollen Fotos und die umfangreichen Informationen. So habe ich die Info über den Geschichtspfad bei Fredrikstad aufgenommen, denn dort ist ein Übernachtungspunkt für uns.
Gruß
Ronald
PS Wann erscheint Dein Buch der norwegischen Wasserfälle?
"die Zeit bis zum nächsten Start verkürzt!"
So ist es und wir haben schon wieder "Blut geleckt" für unseren Start am 17.05.
Hab' ganz herzlichen Dank für die vielen tollen Fotos und die umfangreichen Informationen. So habe ich die Info über den Geschichtspfad bei Fredrikstad aufgenommen, denn dort ist ein Übernachtungspunkt für uns.
Gruß
Ronald
PS Wann erscheint Dein Buch der norwegischen Wasserfälle?
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Re: SkandinavienTour 2015
Ganz, ganz herzlichen Dank für diesen wunderschönen Schlussakkord, die tollen Bilder und deine lebendige Erzählung, Gudrun.
Es hat mir richtig Freude bereitet, "mitfahren" zu dürfen, Neues zu erleben, aber auch Bekanntes noch einmal sehen zu dürfen. Gerade an Wang-Camping, Gudvanken, Bakka und der Flambahn habe ich sehr gute Erinnerungen. Dazu kommt ja noch, dass ich einen Teil des Rallarvegen selber geradelt bin. Ich glaube, ich muss da mal wieder hin.
Schade, dass eure Reise und damit dein schöner Bericht zu Ende sind. Ich bin zuversichtlich, dass ihr bald wieder auf Nord-Tour startet und dann wieder so phantastisch berichtet.
Danke
Martin
Es hat mir richtig Freude bereitet, "mitfahren" zu dürfen, Neues zu erleben, aber auch Bekanntes noch einmal sehen zu dürfen. Gerade an Wang-Camping, Gudvanken, Bakka und der Flambahn habe ich sehr gute Erinnerungen. Dazu kommt ja noch, dass ich einen Teil des Rallarvegen selber geradelt bin. Ich glaube, ich muss da mal wieder hin.
Schade, dass eure Reise und damit dein schöner Bericht zu Ende sind. Ich bin zuversichtlich, dass ihr bald wieder auf Nord-Tour startet und dann wieder so phantastisch berichtet.
Danke
Martin
